Heimeintritt vermeiden – Beginn stationärer Langzeitpflege und seine Prädiktoren in der Versorgungs-, Wohn- und Unterstützungssituation – populationsbasierte Kohortenstudie

  • Themenfeld: Einsatz und Verknüpfung von Routinedaten zur Verbesserung der Versorgung
  • Sitz des Antragstellers: Bremen
  • Status: laufend

Projektbeschreibung

Pflegebedürftige, deren ambulante Versorgung in den eigenen vier Wänden über die gesetzliche Krankenversicherung abgedeckt ist, laufen oft Gefahr in die stationäre Heimpflege wechseln zu müssen.

Das Projekt „Heimeintritt vermeiden“ will herausfinden, welche Qualitätsmerkmale der Gesundheitsversorgung der gesetzlichen Krankenversicherung dazu beitragen, dass Menschen mit Pflegebedarf möglichst lange zu Hause wohnen können. Ergänzend sollen Merkmale in der Wohn- und Unterstützungssituation von pflegebedürftigen Menschen identifiziert werden, die ein langes Wohnen in der eigenen Häuslichkeit fördern. Untersucht werden hierfür Kriterien, die der medizinische Dienst der Krankenkassen (MDK) bereits bei der Begutachtung erhebt.

Hierzu ist eine Studie geplant, die Daten aus den vergangenen zehn Jahren analysieren soll. Einbezogen werden Versicherte, die im Jahr 2006 erstmals Pflegeleistungen erhielten und die zu Beginn ihrer Pflegebedürftigkeit in der eigenen Häuslichkeit wohnten.

Das Projekt untersucht dafür sogenannte Routinedaten der AOK aus dem gesamten Bundesgebiet. Diese Abrechungsdaten fallen routinemäßig bei allen Krankenkassen an. Zur Messung der Versorgungsqualität greift die Studie dabei auf bewährte, krankheitsspezifische Kennzahlen zurück. Weitere Informationen, beispielsweiseüber den allgemeinen Gesundheitszustand oder die Wohnsituation aus den MDK-Gutachten zur Feststellung der Pflegebedürftigkeit ergänzen das untersuchte Datenmaterial. Das Projekt wird für drei Jahre mit insgesamt ca. 472.000 Euro gefördert.

Im Erfolgsfall verbessert die Studie die Versorgung Pflegebedürftiger in der eigenen Wohnung und trägt dazu bei, den Eintritt in ein Pflegeheim zu vermeiden oder möglichst lange aufzuschieben.

Ansprechpartner

Dr. Dirk Peschke
Universität Bremen
FB 11 für Human- und Gesundheitswissenschaften
Institut für Public Health und Pflegeforschung
Grazer Str. 4
28359 Bremen
0049 421 21868911
dpeschke@uni-bremen.de

Frau Prof. Dr. Karin Wolf-Ostermann
Universität Bremen
FB 11 für Human- und Gesundheitswissenschaften
Institut für Public Health und Pflegeforschung
Grazer Str. 4
28359 Bremen (Bremen)
0049 421 218 68960
wolf-ostermann@uni-bremen.de

Konsortialpartner

Wissenschaftliches Institut der AOK (WIdO), Universität Bremen