IMPRESS – Effektivität des IQM-Peer Review Verfahrens zur Verbesserung der Ergebnisqualität – eine pragmatische cluster-randomisierte kontrollierte Studie

  • Themenfeld: Weiterentwicklung der Qualitätssicherung und/oder Patientensicherheit in der Versorgung
  • Sitz des Antragstellers: Sachsen
  • Status: laufend

Projektbeschreibung

Eine zentrale Aufgabe des deutschen Gesundheitssystems ist die Sicherstellung einer hohen Versorgungsqualität und Patientensicherheit. Hierbei stellt das Peer-Review Verfahren ein häufig angewendetes Instrument der Qualitätssicherung dar. Im Zentrum des Verfahrens steht der Dialog zwischen den Fachdisziplinen und den medizinischen Berufsgruppen. Die Wirksamkeit des Peer-Review Verfahrens ist in diesem Zusammenhang jedoch nicht ausreichend belegt.

Das Projekt IMPRESS untersucht daher die Wirksamkeit des Peer-Review Verfahrens anhand eines zentralen Prozesses der intensivmedizinischen Behandlung. Bei der Beatmung von Patientinnen und Patienten kommen viele komplexe und ineinandergreifende Prozesse, von der Indikationsstellung bis hin zur Therapie, zum Tragen. Das Projekt schließt Patientinnen und Patienten aus 60 Kliniken der Routineversorgung mit Herzinfarkt, Schlaganfall, COPD, Pneumonie und schweren kolorektalen Erkrankungen ein, die mehr als 24 Stunden beatmet wurden. Diese Erkrankungen gehen mit einer hohen Erkrankungslast der Betroffenen einher. Gleichzeitig führen sie zu hohen Versorgungskosten im stationären und ambulanten Bereich. Geschultes Personal führt den Peer-Review gemäß den Vorgaben der Bundesärztekammer durch. Anhand der erhobenen Daten wird die Sterblichkeitsrate der Betroffenen vor und nach der Behandlung ermittelt. Auf dieser Basis können Verbesserungen für die Versorgung in der täglichen klinischen Praxis erarbeitet werden. Das Projekt wird für 30 Monate mit insgesamt ca. 711.000 Euro gefördert.

Im Erfolgsfall steigert das Peer-Review Verfahren die Versorgungsqualität, Patientensicherheit und Versorgungseffizienz. Aufbauend auf den Vorgaben der Bundesärztekammer kann das Verfahren im deutschen Gesundheitssystem implementiert werden.

Ansprechpartner

Prof. Dr. Jochen Schmitt
Zentrum für Evidenzbasierte Gesundheitsversorgung
Technische Universität Dresden
Fetscherstraße 74
01307 Dresden
0049 351 4586495
Jochen.schmitt@uniklinikum-dresden.de

Konsortialpartner

Initiative Qualitätsmedizin, Universitätsklinikum Dresden, Technische Universität Dresden