LePaLuMo – Verbesserung der Lebensqualität (LQ) von PatientInnen mit Lungenkarzinom durch präferenzorientiertes LQ-Monitoring in Verknüpfung mit Krebsregisterdaten

Projektbeschreibung

Das Lungenkarzinom ist mit 24 Prozent bei Männern die häufigste und mit 16 Prozent bei Frauen die zweithäufigste Todesursache bei Krebs. Die Lebensqualität (LQ) der Betroffenen ist erheblich belastet, sie leiden zu über 90 Prozent unter Müdigkeit, Appetitverlust, Kurzatmigkeit, Husten und Schmerzen.

Im Projekt LePaLuMo wird ein patienten- und arztzentriertes Lebensqualitäts-Monitoring-System (LQ-Monitoring-System) eingesetzt und weiterentwickelt. Die Patientinnen und Patienten sollen sich durch die regelmäßige Abfrage ihrer Lebensqualität intensiver mit ihrem Gesundheitsstatus auseinandersetzen und bei schlechten Verläufen ihre behandelnde Ärztin oder ihren behandelnden Arzt kontaktieren. Des Weiteren werden in ausgewählten Fällen im Projekt erhobene LQ-Daten erstmals mit den im Bayerischen Krebsregister vorhandenen medizinischen Behandlungsdaten abgeglichen. Damit sollen Potenziale oder Barrieren identifiziert werden, die bei der Gewinnung von Erkenntnissen zu medizinischen Therapien und zur Verbesserung der Lebensqualität entstehen.

Einmal im Monat befragt das Projektteam über eine webbasierte Plattform Lungenkrebspatientinnen und -patienten nach ihrer Situation. Das Ergebnis steht dann in der Interventionsgruppe den behandelnden Ärztinnen und Ärzten sowie den Betroffenen in Form eines LQ-Profils zur Verfügung. Durch den Vergleich mit Betroffenen, bei denen das LQ-Profil nicht einsehbar ist, soll der Einfluss des Systems auf die Lebensqualität untersucht werden. Das Projekt wird für drei Jahre mit insgesamt ca. 1,3 Millionen Euro gefördert.

Sollte sich das arzt- und patientenorientierte LQ-Monitoring-System bewähren, könnten Einschränkungen der Lebensqualität frühzeitig erkannt und behandelt sowie der Entwicklung von chronischen Beschwerden vorgebeugt werden. Darüber hinaus werden Barrieren und Lösungsvorschläge zur überregionalen, sektorenübergreifenden Nutzung eines LQ-Monitoring-Systems identifiziert und daraus Empfehlungen für die Umsetzung abgeleitet. Dies kann bundesweit zu einer besseren Versorgung von Patientinnen und Patienten mit einem Lungenkarzinom beitragen.

Konsortialpartner

Universität Regensburg, Universitätsklinikum Regensburg