Notfall- und Akutversorgung Brandenburg - Bestandsaufnahme und Weiterentwicklung der Notfall- und Akutversorgung im Land Brandenburg

  • Themenfeld: Themenoffen
  • Sitz des Antragstellers: Berlin
  • Status: laufend

Projektbeschreibung

In Deutschland sind die Notaufnahmen in Krankenhäusern überlastet. Denn zunehmend werden Patienten außerhalb der Sprechstundenzeiten der Arztpraxis eher in der Notaufnahme einer Klinik behandelt als im ärztlichen Notdienst. Der Ärztemangel auf dem Land führt dazu, dass auch die ärztlichen Notdienste in den ländlichen Regionen nur gering besetzt sind.

Ziel des Projektes ist es, die Notfall- und Akutversorgung im Land Brandenburg zu erfassen und zu analysieren. Beispielsweise soll untersucht werden, wie viele Patienten pro Jahr vom ärztlichen Notdienst, von der Notaufnahme im Krankenhaus oder vom Rettungsdienst behandelt werden. Schließlich sollen konkrete Maßnahmen hergeleitet werden, die die Notfall- und Akutversorgung verbessern könnten. Am Anfang des Projektes ermittelt eine schriftliche Befragung der Bevölkerung in Brandenburg, was sie über die Notfall- und Akutversorgung wissen, welchen Weg sie im Notfall gewählt haben und wie ihre Erfahrungen sind. Das Personal in Krankenhäusern, Rettungsdiensten und ärztlichen Notdiensten wird ebenfalls in Interviews befragt. Hierbei sollen schon erste mögliche Ansätze identifiziert werden, um die Notfall- und Akutversorgung zu verbessern. Mithilfe von Informationen aus Krankenkassendaten und von Rettungsdiensten soll zusätzlich erfasst werden, wie viele Patienten in welchem Zeitraum vom ärztlichen Notdienst, von der Notaufnahme im Krankenhaus oder Rettungsdienst behandelt wurden und warum. Das Projekt wird für drei Jahre mit insgesamt ca. 1,1 Millionen Euro gefördert.

Die Erkenntnisse aus den Analysen und Befragungen dienen dazu, Maßnahmen zu entwickeln, die die Notfall- und Akutversorgung sowie ihre Organisation nachhaltig verbessern. Hierbei arbeiten alle beteiligten Partner eng zusammen. Im Erfolgsfall können die Ergebnisse auf andere ländliche Regionen übertragen werden.

Ansprechpartner

Dr. Marc Kurepkat
CSG Clinische Studien Gesellschaft mbH
Friedrichstraße 180
10117 Berlin
0049 30 230809563
marc.kurepkat@csg-germany.com