PÄD-ONKO-PALL – S3-Leitlinie „Palliativversorgung für Kinder und Jugendliche mit einer Krebserkrankung“

Projektbeschreibung

Etwa 2000 Kinder und Jugendliche erkranken jedes Jahr neu an Krebs. Die hochintensive Behandlung ist mit einer hohen Belastung für die jungen Patientinnen und Patienten und ihre Familien verbunden. Trotz erheblicher Behandlungsfortschritte sterben jährlich etwa 400 dieser jungen Patientinnen und Patienten in Deutschland nach oftmals jahrelanger Behandlung an ihrer Erkrankung.

Studien haben gezeigt, dass eine frühzeitige Integration palliativmedizinischer Versorgung die Lebensqualität der Patientinnen und Patienten mit fortgeschrittenen Krebserkrankungen und ihrer Familien verbessern kann. Daher sollte betroffenen Kindern und Jugendlichen die Option der Palliativversorgung bereits angeboten werden, während sie noch eine gegen ihre Krebserkrankung gerichtete Therapie erhalten. Hierzu will eine neue Leitlinie beitragen, die die Qualität der palliativmedizinischen Behandlung krebskranker Kinder und Jugendlicher in Deutschland verbessern soll. Ein weiteres wichtiges Ziel der neuen Leitlinie ist es, die behandelnden Ärztinnen und Ärzte in allen beteiligten Versorgungsstrukturen zu stärken – in der Therapie der beiden häufigsten belastenden Symptome Schmerz und Atemnot sowie im Umgang mit Vorausplanungsgesprächen. Zudem soll die Leitlinie eine optimale und frühzeitige Einbeziehung spezialisierter Angebote der Palliativversorgung ermöglichen.

Dazu werden im Projekt PÄD-ONKO-PALL zunächst die klinisch relevanten Fragen identifiziert. Mittels Literaturrecherche und in nachfolgenden Expertenkonferenzen werden anschließend Behandlungsempfehlungen für die neue Leitlinie erarbeitet. Dazu wird das Projekt für zweieinhalb Jahre mit insgesamt ca. 392.000 Euro gefördert.

Im Erfolgsfall wird die Belastung der durch eine fortgeschrittene Krebserkrankung betroffenen Kinder und Jugendlichen und ihrer Familien verringert und dadurch ihre Lebensqualität und ihre soziale Teilhabe verbessert.