PIM-STOP – Vergleich der prädiktiven Validität von Instrumenten zur Bestimmung potenziell inadäquater Medikation bei Älteren

  • Themenfeld: Weiterentwicklung der Qualitätssicherung und/oder Patientensicherheit in der Versorgung
  • Sitz des Antragstellers: Hamburg
  • Status: laufend

Projektbeschreibung

Durch Medikamente hat die durchschnittliche Lebenserwartung und Lebensqualität in den vergangenen Jahrzehnten beträchtlich zugenommen. Jedoch ereignen sich in der Arzneimitteltherapie auch die häufigsten medizinischen Behandlungsfehler. Dazu zählen insbesondere falsche Verordnungen. Gemessen an Gesundheitsstatus und Gebrauch von Medikamenten sind ältere Menschen besonders für die negativen Auswirkungen solcher Fehler gefährdet.

Das Projekt hat das Ziel, die Arzneimitteltherapiesicherheit bei der älteren Bevölkerung zu verbessern. Eine wichtige Fragestellung ist: Lassen sich mögliche Verordnungsfehler aktuell hinreichend erfassen und damit verbunden auch die Konsequenzen für ältere Menschen vorhersagen? Antwort soll ein Vergleich dreier etablierter Instrumente zur Bestimmung potenziell inadäquater Medikation (PIM) bei Älteren geben. . Darauf aufbauend wird untersucht, inwiefern sich diese Instrumente für den Einsatz in der Klinik oder zum Monitoring von Routinedaten eignen.

Um das geeignetste Instrument zur Erfassung möglicher Verordnungsfehler zu identifizieren, sollen deutsche Routinedaten aufbereitet und ausgewertet werden. Sie sollen Informationen zum Auftreten unerwünschter Arzneimittelwirkungen und der damit verbundenen Sterberate liefern. Zudem werden die Inanspruchnahme und Kosten von Gesundheitsleistungen ausgewertet. Das Projekt wird für drei Jahre mit insgesamt ca. 270.000 Euro gefördert.

Im Erfolgsfall lassen sich die untersuchten Instrumente hinsichtlich ihrer Vorhersagekraft besser einschätzen. Dies ermöglicht den Behandelnden, Risiken in der Arzneimitteltherapie älterer Menschen genauer zu erkennen und auch zu vermeiden. Die Übertragung der gewonnenen Erkenntnisse in die Versorgungspraxis könnte die Patientensicherheit erhöhen und die Versorgungsqualität verbessern. Zudem könnten unnötige Gesundheitsleistungen und deren Kosten vermieden werden und so auch die Wirtschaftlichkeit der Versorgung erhöht werden.

Ansprechpartner

Prof. Dr. Hans-Helmut König
Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf
Martinistraße 52
20246 Hamburg
0049 40 7410 53382
h.koenig@uke.de

Konsortialpartner

Universitätsklinikum Hamburg‐Eppendorf, Wissenschaftliches Institut der AOK (WIdO), Universitätsklinikum Heidelberg