PROMchronic – Potential von PROMs und PREMs zur Verbesserung der Versorgung chronisch erkrankter Patienten

Projektbeschreibung

Die Qualität von Behandlungen wird im deutschen Gesundheitssystem größtenteils anhand von Indikatoren bemessen, die entweder von Leistungserbringern selbst (Ärztinnen und Ärzten sowie in medizinischen Einrichtungen) oder von den Kostenträgern (also den Krankenversicherungen) auf Grundlage von Routinedaten erstellt werden. Die Sicht von Patientinnen und Patienten zu Therapieerfolgen und Erfahrungen aus einer Behandlung findet in diesen Indikatoren bislang keinen Eingang; bei Qualitätsmessung und ‑sicherung wird sie nur unzureichend berücksichtigt.

Das Projekt PROMchronic zielt darauf ab, die Versorgung chronisch kranker Patientinnen und Patienten mit Hilfe der regelmäßigen Erhebung digitaler Patient Reported Outcome Measures (PROMs) bzw. Patient Reported Experience Measures (PREMs) zu verbessern. Dies soll dazu beitragen, Versorgungslücken zu identifizieren sowie eine Berücksichtigung nicht-medizinischer Erwartungen der Patientinnen und Patienten zu ermöglichen. Dazu werden die Projektbeteiligten im Rahmen der  Studie über regelmäßige digitale Fragebogenerhebungen im Zeitraum eines Jahres die PROMS und PREMs der Studienteilnehmenden erheben sowie mit den bestehenden Qualitätsindikatoren für spezifische Indikationen abgleichen. Die Auswertung wiederum soll an die Probandinnen und Probanden zurückgespiegelt werden, um mögliche Verhaltensänderungen im Zeitverlauf beobachten zu können. Auf Basis ihrer Analysen werden die Projektbeteiligten konkrete Handlungsempfehlungen zum Einsatz von PROMs und PREMs entwickeln. Das Projekt wird für drei Jahre mit insgesamt ca. 1,3 Millionen Euro gefördert.

Im Erfolgsfall trägt das Projekt dazu bei, die Qualität in der Gesundheitsversorgung auszuweiten und Versorgungsdefizite frühzeitig zu erkennen. PROMs und PREMs stärken zugleich die Gesundheitskompetenz von Betroffenen; daraus ergibt sich die Chance, dass diese bei Bedarf selbst frühzeitig medizinischen Rat suchen und akutstationäre Behandlungen vermieden werden können.

Konsortialpartner

aQua  ̶  Institut für angewandte Qualitätsförderung und Forschung im Gesundheitswesen GmbH, BARMER, ONCARE GmbH