Versorgungsforschung

präventSucht – Strategien zur Primärprävention von Gesundheitsbeeinträchtigungen durch Suchtmittelkonsum

Projektdaten

  • Themenschwerpunkte: Notfälle, Verletzung und Vergiftungen, Sonstige
  • Zielgruppe: Kinder und Jugendliche
  • Versorgungsbereich: sektorenübergreifend
  • Bundesland: Nordrhein-Westfalen
  • Förderkennzeichen: 01VSF26013
  • Laufzeit: 01/2027 – 12/2029
  • Status: laufend

Wesentliche Projektelemente

Prävention, Gesundheitsförderung und Gesundheitsverhalten: Beratungs-, Präventions- und Aufklärungsangebote, Vorsorgeuntersuchungen

Projektbeschreibung

Der Konsum von Alkohol und Cannabis birgt für Jugendliche nicht nur das Risiko einer Abhängigkeit, sondern auch das Risiko, vielfältige körperliche und psychische Erkrankungen zu entwickeln. Im Jahr 2024 gab es laut Angaben des Statistischen Bundesamtes rund 285.000 stationäre Behandlungsfälle aufgrund alkoholbedingter Diagnosen; darunter 10.100 bei Kindern und Jugendlichen zwischen 10 - 19 Jahren. Um den individuellen und gesellschaftlichen Schaden durch Suchtmittelkonsum bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen zu verringern, sind präventive Maßnahmen von großer Bedeutung. In der Kinder- und Jugendmedizin sowie in der hausärztlichen Versorgung gibt es derzeit hierzu nur unzureichende primärpräventive Maßnahmen.

Ziel des Projekts ist es mittels eines Mixed-Methods-Ansatzes ein solches Präventionskonzept zu entwickeln. Dazu erfolgen Literaturrecherchen, Routinedatenanalysen sowie Leitfadeninterviews mit Ärztinnen und Ärzten, Praxisteams und Elternvertretern, um die Häufigkeit sowie die Risikofaktoren für alkohol- und cannabisbedingte Störungen zu ermitteln und geeignete primärpräventive Maßnahmen zu identifizieren. Eine quantitative Befragung der beteiligten Arztgruppen soll vor allem Hemmnisse und Hürden bei der Umsetzung bestehender Maßnahmen sowie die Relevanz und Umsetzbarkeit der identifizierten Präventionsmaßnahmen erheben. In einem abschließenden Stakeholder-Workshop wird ein auf Grundlage aller Ergebnisse erarbeitetes Konzept mit konkreten Empfehlungen für Arztpraxen finalisiert, das gezielt gefährdete Jugendliche anspricht.

Das Projekt wird für drei Jahre mit insgesamt ca. 1,2 Millionen Euro gefördert.

Bei erfolgreicher Durchführung generiert das Projekt Handlungsempfehlungen und ein praxisnahes Konzept, um gezielte suchtpräventive Maßnahmen in die kinder-, jugend- und hausärztliche Versorgung zu implementieren. Auf dieser Basis können die Primärprävention gestärkt und die mit Suchtmittelkonsum bei Jugendlichen verbundenen Krankheitsrisiken reduziert werden.

Projektleitung und Konsortialpartner

Projektleitung

Prof. Dr. Anja Neumann
Universität Duisburg-Essen
Lehrstuhl für Medizinmanagement
Thea-Leymann-Straße 9
45127 Essen
+49 201 1834077
anja.neumann@uni-due.de

Konsortialpartner

DAK-Gesundheit, Essener Forschungsinstitut für Medizinmanagement GmbH, IFT Institut für Therapieforschung gGmbH

Förderangaben

  • Förderbereich: Versorgungsforschung
  • Förderverfahren: Versorgungsforschung
  • Fördersumme: ca. 1,254 Mio. Euro
  • Förderbekanntmachung: 20.06.2025
  • Themenfeld: Analyse und Entwicklung von Interventionen zur Primärprävention von nichtübertragbaren Krankheiten im haus- sowie im kinder- und jugendärztlichen Setting

Projektleitung und Konsortialpartner

Projektleitung

Prof. Dr. Anja Neumann
Universität Duisburg-Essen
Lehrstuhl für Medizinmanagement
Thea-Leymann-Straße 9
45127 Essen
+49 201 1834077
anja.neumann@uni-due.de

Konsortialpartner

DAK-Gesundheit, Essener Forschungsinstitut für Medizinmanagement GmbH, IFT Institut für Therapieforschung gGmbH

Förderangaben

  • Förderbereich: Versorgungsforschung
  • Förderverfahren: Versorgungsforschung
  • Fördersumme: ca. 1,254 Mio. Euro
  • Förderbekanntmachung: 20.06.2025
  • Themenfeld: Analyse und Entwicklung von Interventionen zur Primärprävention von nichtübertragbaren Krankheiten im haus- sowie im kinder- und jugendärztlichen Setting