Versorgungsforschung

Pres@nt – Umsetzbarkeit eines ressourcenstärkenden Programms zur Prävention und Früherkennung von Digitale-Medien-Nutzungsstörungen bei Kindern und Jugendlichen

Projektdaten

  • Themenschwerpunkt: psychische Erkrankungen
  • Zielgruppen: Angehörige, Kinder und Jugendliche, Leistungserbringer
  • Versorgungsbereich: ambulant
  • Bundesland: Hamburg
  • Förderkennzeichen: 01VSF26014
  • Laufzeit: 01/2027 – 12/2029
  • Status: laufend

Projektbeschreibung

Digitale-Medien-Nutzungsstörungen (DMNS), die durch intensiven Gebrauch digitaler Medien entstehen, sind ein zunehmendes gesellschaftliches Problem. Sie gehen mit erheblichen psychischen, sozialen und bildungsbezogenen Beeinträchtigungen einher. Aufgrund ihres Reifungsprozesses gelten Kinder und Jugendliche als besonders gefährdete Gruppe, die leicht eine DMNS entwickeln können.

Im Projekt Pres@nt soll untersucht werden, ob sich ein integratives Screen-and-Guide Modul (iSGM) zur Vorbeugung von DMNS und psychischen Auffälligkeiten in die kinder- und jugendärztlichen Vorsorgeuntersuchungen integrieren lässt. Durch die Einbeziehung von Sorgeberechtigten sowie Fachexpertinnen und Fachexperten sollen konkret die Akzeptanz, Praktikabilität und Nutzungsabsicht eines iSGM als Interventionsmaßnahme untersucht werden. Das langfristige Ziel besteht darin, das iSGM als niedrigschwellige Intervention zur Vorbeugung, Früherkennung und gezielten Weiterleitung zur Behandlung von DMNS zu etablieren.

Das Projekt gliedert sich in drei Phasen: Zunächst wird eine Bedarfsanalyse durchgeführt, um das Ausmaß und die Versorgungsprobleme im Bereich der DMNS zu erfassen. Auf Basis der Befragung von Sorgeberechtigten sowie Fachexpertinnen und Fachexperten soll anschließend ein Bedarfsprofil erstellt werden, das Ziele, Anforderungen und Handlungsempfehlungen für ein iSGM definiert. Auf dieser Grundlage wird eine Moduldarstellung inklusive Erklärvideo entwickelt. In der zweiten Phase werden die Sorgeberechtigten sowie die Fachexpertinnen und Fachexperten in eine Interventions- und eine Kontrollgruppe eingeteilt. Das Erklärvideo-Modul wird im Vergleich zu einem neutralen Video gleichen Umfangs hinsichtlich Akzeptanz, Praktikabilität und Nutzungsabsicht evaluiert. In der dritten Phase wird das Modul auf Basis der Ergebnisse praxisnah, evidenzbasiert und zielgruppenorientiert weiterentwickelt. Zudem werden Empfehlungen für eine Wirksamkeitsprüfung in einer randomisiert-kontrollierten Studie abgeleitet.

Das Projekt wird für drei Jahre mit insgesamt ca. 1,1 Millionen Euro gefördert.

Das entwickelte Modul soll langfristig hinsichtlich seiner Wirksamkeit und Plausibilität getestet werden. Im Erfolgsfall ist eine Aufnahme in die kinder- und jugendärztlichen Vorsorgeuntersuchungen möglich.

Projektleitung und Konsortialpartner

Projektleitung

Dr. Kerstin Paschke
Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf
Deutsches Zentrum für Suchtfragen des Kindes- und Jugendalters
Martinistraße 52
20246 Hamburg
+49 40 7410-59307
k.paschke@uke.de

Konsortialpartner

BKK Landesverband Bayern, BVKJ-Service GmbH, DAK-Gesundheit, FINDER e. V.

Förderangaben

  • Förderbereich: Versorgungsforschung
  • Förderverfahren: Versorgungsforschung
  • Fördersumme: ca. 1,126 Mio. Euro
  • Förderbekanntmachung: 20.06.2025
  • Themenfeld: Analyse und Entwicklung von Interventionen zur Primärprävention von nichtübertragbaren Krankheiten im haus- sowie im kinder- und jugendärztlichen Setting

Projektleitung und Konsortialpartner

Projektleitung

Dr. Kerstin Paschke
Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf
Deutsches Zentrum für Suchtfragen des Kindes- und Jugendalters
Martinistraße 52
20246 Hamburg
+49 40 7410-59307
k.paschke@uke.de

Konsortialpartner

BKK Landesverband Bayern, BVKJ-Service GmbH, DAK-Gesundheit, FINDER e. V.

Förderangaben

  • Förderbereich: Versorgungsforschung
  • Förderverfahren: Versorgungsforschung
  • Fördersumme: ca. 1,126 Mio. Euro
  • Förderbekanntmachung: 20.06.2025
  • Themenfeld: Analyse und Entwicklung von Interventionen zur Primärprävention von nichtübertragbaren Krankheiten im haus- sowie im kinder- und jugendärztlichen Setting