Versorgungsforschung

FEMALE-Risk – Frauen mit Erhöhtem Missbrauchsrisiko durch Alkohol – Lücken in der Erkennung im Primärärztlichen Bereich und Risikoreduktion durch motivierende Beratung

Projektdaten

  • Themenschwerpunkt: Sonstige
  • Zielgruppen: Erwachsene, Sonstige
  • Versorgungsbereich: ambulant
  • Bundesland: Bayern
  • Förderkennzeichen: 01VSF26016
  • Laufzeit: 01/2027 – 01/2030
  • Status: laufend

Projektbeschreibung

Alkoholkonsum stellt in Deutschland ein erhebliches Public-Health-Problem dar. Frauen mit riskantem Alkoholkonsum bleiben im Gesundheitswesen häufig unerkannt, obwohl alkoholbedingte Erkrankungen und deren soziale Folgen zunehmen. Geschlechtsspezifische Besonderheiten, Schamgefühle und Stigmatisierung erschweren eine frühzeitige Ansprache. Das Projekt FEMALE - Risk entwickelt und erprobt daher neue Wege, um betroffene Frauen in hausärztlichen Praxen frühzeitig zu erkennen und passgenau zu unterstützen.

Gemeinsam mit betroffenen Frauen und Mitarbeitenden von Hausarztpraxen entwickeln die Forschenden eine geschlechtssensible Kurzintervention zur Prävention von Alkoholkonsum. Dazu passen sie Informationsmaterialien und Beratungskonzepte gezielt an die Bedürfnisse von Frauen an. Das Ziel besteht darin, Gespräche über Alkoholkonsum im Praxisalltag zu erleichtern und Betroffenen frühzeitig Unterstützung anzubieten.

In Gruppengesprächen mit den betroffenen Frauen sowie mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der beteiligten Hausarztpraxen wird hierfür zunächst untersucht, welche Faktoren die Umsetzung von Screening- und Beratungsangeboten fördern oder erschweren. Anschließend werden die Intervention und die Schulungsmaterialien gemeinsam mit den Betroffenen und den Fachkräften weiterentwickelt. In einer Pilotstudie in 24 Hausarztpraxen wird schließlich geprüft, wie gut sich das Angebot im Alltag umsetzen lässt und wie es von den Patientinnen und Praxisteams angenommen wird.

Das Projekt wird für drei Jahre mit insgesamt ca. 1,3 Millionen Euro gefördert.

Im Erfolgsfall liefert das Projekt konkrete Materialien und Richtlinien für die hausärztliche Versorgung. Die Ergebnisse können als Grundlage für eine größere Wirksamkeitsstudie dienen. Langfristig können sie dazu beitragen, riskanten Alkoholkonsum bei Frauen früher zu erkennen, Stigmatisierung abzubauen und die Versorgung durch praxistaugliche Beratungsangebote nachhaltig zu verbessern.

Projektleitung und Konsortialpartner

Projektleitung

Prof. Dr. Ildikó Gágyor
Universitätsklinikum Würzburg
Institut für Allgemeinmedizin
Josef-Schneider-Straße 2
97080 Würzburg
+49 93 1201-47802
gagyor_i@ukw.de

Konsortialpartner

Julius-Maximilians-Universität Würzburg, Universität Bielefeld, Universität Greifswald

Förderangaben

  • Förderbereich: Versorgungsforschung
  • Förderverfahren: Versorgungsforschung
  • Fördersumme: ca. 1,34 Mio. Euro
  • Förderbekanntmachung: 20.06.2025
  • Themenfeld: Analyse und Entwicklung von Interventionen zur Primärprävention von nichtübertragbaren Krankheiten im haus- sowie im kinder- und jugendärztlichen Setting

Projektleitung und Konsortialpartner

Projektleitung

Prof. Dr. Ildikó Gágyor
Universitätsklinikum Würzburg
Institut für Allgemeinmedizin
Josef-Schneider-Straße 2
97080 Würzburg
+49 93 1201-47802
gagyor_i@ukw.de

Konsortialpartner

Julius-Maximilians-Universität Würzburg, Universität Bielefeld, Universität Greifswald

Förderangaben

  • Förderbereich: Versorgungsforschung
  • Förderverfahren: Versorgungsforschung
  • Fördersumme: ca. 1,34 Mio. Euro
  • Förderbekanntmachung: 20.06.2025
  • Themenfeld: Analyse und Entwicklung von Interventionen zur Primärprävention von nichtübertragbaren Krankheiten im haus- sowie im kinder- und jugendärztlichen Setting