Versorgungsforschung

PMGS – Postmortale Gewebespende: Analyse von Strukturen, Prozessen und Maßnahmen zur Realisierung von Gewebespende in Krankenhäusern

Projektdaten

  • Themenschwerpunkte: Augenerkrankungen, Erkrankungen der Zähne, des Kiefers und des Mundes, Erkrankungen des Kreislaufsystems, Erkrankungen des Muskel-Skelett-Systems, Hals-Nasen-Ohrenerkrankungen, Hauterkrankungen und Erkrankungen des Bindegewebes, onkologische Erkrankungen, Sonstige, Transplantation, Organspende und Amputation
  • Zielgruppen: ältere Menschen, Angehörige, Erwachsene, Früh- und Neugeborene, Kinder und Jugendliche, ländliche Bevölkerung, Leistungserbringer, Menschen mit Behinderung, Menschen mit chronischen Krankheiten, Menschen mit seltenen Krankheiten, Migrantinnen und Migranten, multimorbide Menschen, Pflegebedürftige, Schwangere und Wöchnerinnen, Sonstige
  • Versorgungsbereich: sektorenübergreifend
  • Bundesland: Niedersachsen
  • Förderkennzeichen: 01VSF26017
  • Laufzeit: 01/2027 – 12/2029
  • Status: laufend

Wesentliche Projektelemente

Projektbeschreibung

Die Spende von Geweben wie Augenhornhäuten, Herzklappen, Knochen, Bändern und Sehnen kann vielen Menschen mit bestimmten Erkrankungen oder Verletzungen dabei helfen, Gesundheit, Körperfunktionen und Lebensqualität zurückzugewinnen. Gewebespenden werden im Rahmen einer Organspende, aber auch unabhängig davon nach dem Herz-Kreislauf-Versterben realisiert. Allerdings gibt es Hinweise darauf, dass die Versorgung mit Gewebespenden nicht für alle Krankheitsbereiche flächendeckend gewährleistet ist und Patientinnen und Patienten zum Teil lange auf Gewebe warten müssen oder nicht versorgt werden können.

Das Ziel des Projekts PMGS besteht darin zu ermitteln, an welchen Geweben es mangelt und Strategien sowie Handlungsempfehlungen zu entwickeln, um die Anzahl der Gewebespenden zu erhöhen.

Mithilfe eines Mixed-Methods-Ansatzes sollen zunächst der Bedarf und die Verfügbarkeit an Gewebetransplantaten mit Fokus auf Augenhornhäute und Herzklappen ermittelt werden. Zudem werden Gründe für mögliche Versorgungslücken sowie aktuelle Strukturen und Prozesse in Deutschland für die Gewebespende nach dem Tod untersucht. Hierzu werden Internet- und Literaturrecherchen sowie Fokusgruppendiskussionen und Befragungen in Transplantationszentren und Krankenhäusern durchgeführt. Die Auswertung wird durch eine gesundheitsökonomische Analyse mit Krankenkassendaten ergänzt. Auf Basis der gewonnenen Erkenntnisse sollen Best-Practice-Beispiele in den Abläufen der Gewebespende ermittelt werden. Darauf aufbauend werden Handlungsempfehlungen für eine bessere Versorgung mit Gewebespenden abgeleitet.

Das Projekt wird für drei Jahre mit insgesamt ca. 1,1 Millionen Euro gefördert.

Im Erfolgsfall kann das Projekt dazu beitragen, Hindernisse im Ablauf der Gewebespende zu identifizieren und diese durch die Handlungsempfehlungen in Krankenhäusern bundesweit beheben. Dadurch wird mehr Transparenz in der Gewebespende und eine höhere Verfügbarkeit von Geweben erreicht sowie eine zuverlässigere und bessere Versorgung von Patientinnen und Patienten mit Gewebetransplantaten sichergestellt werden.

Projektleitung und Konsortialpartner

Projektleitung

Dr. Robert Ramm
Deutsche Gesellschaft für Gewebetransplantation - gemeinnützige Gesellschaft mbH
Forschung und Entwicklung
Feodor-Lynen-Straße 21
30625 Hannover
+49 511 563 599 30
robert.ramm@gewebenetzwerk.de

Konsortialpartner

AOK – Die Gesundheitskasse für Niedersachsen, Medizinische Hochschule Hannover

Förderangaben

  • Förderbereich: Versorgungsforschung
  • Förderverfahren: Versorgungsforschung
  • Fördersumme: ca. 1,103 Mio. Euro
  • Förderbekanntmachung: 20.06.2025
  • Themenfeld: Transplantationsmedizinische Versorgung fördern – Erkennung und Meldung potenzieller postmortaler Organspender in den Krankenhäusern analysieren und Handlungsempfehlungen ableiten

Projektleitung und Konsortialpartner

Projektleitung

Dr. Robert Ramm
Deutsche Gesellschaft für Gewebetransplantation - gemeinnützige Gesellschaft mbH
Forschung und Entwicklung
Feodor-Lynen-Straße 21
30625 Hannover
+49 511 563 599 30
robert.ramm@gewebenetzwerk.de

Konsortialpartner

AOK – Die Gesundheitskasse für Niedersachsen, Medizinische Hochschule Hannover

Förderangaben

  • Förderbereich: Versorgungsforschung
  • Förderverfahren: Versorgungsforschung
  • Fördersumme: ca. 1,103 Mio. Euro
  • Förderbekanntmachung: 20.06.2025
  • Themenfeld: Transplantationsmedizinische Versorgung fördern – Erkennung und Meldung potenzieller postmortaler Organspender in den Krankenhäusern analysieren und Handlungsempfehlungen ableiten