Versorgungsforschung

PODIUM – Pädiatrische Organspende: Diagnostik, Identifikation und Umsetzung standardisierten Managements

Projektdaten

  • Themenschwerpunkt: Transplantation, Organspende und Amputation
  • Zielgruppen: Angehörige, Früh- und Neugeborene, Kinder und Jugendliche
  • Versorgungsbereich: stationär
  • Bundesland: Hessen
  • Förderkennzeichen: 01VSF26019
  • Laufzeit: 01/2027 – 03/2030
  • Status: laufend

Wesentliche Projektelemente

Projektbeschreibung

Versagen Herz, Leber oder Lunge können lebensrettende Organersatzverfahren nur zeitlich begrenzt durchgeführt werden. Eine Organtransplantation ist in diesen Fällen die einzige definitive Therapie. Die Zahl der Kinder, die auf ein neues Organ angewiesen sind, ist jedoch deutlich höher als die Zahl der verfügbaren Spenderorgane. Laut den Daten der Deutschen Stiftung Organspende starben zwischen 2010 und 2019 beispielsweise alleine 95 Kinder vor ihrem 16. Lebensjahr auf der Warteliste für ein neues Herz. 54 % von ihnen waren jünger als drei Jahre. International wie national steigt die Zahl der Kinder und Jugendlichen, die auf eine Organtransplantation angewiesen sind, kontinuierlich an.

Neben der zuverlässigen Spenderidentifikation ist eine Optimierung des intensivmedizinischen Managements essenziell, um die Verfügbarkeit von qualitativ hochwertigen Spenderorganen zu erhöhen. In einer bundesweiten multizentrischen Mixed-Methods-Studie erheben Forscherinnen und Forscher daher die Sichtweisen von Angehörigen und medizinischem Personal. Ebenso werden die einzelnen Prozessschritte der klinischen Umsetzung der pädiatrischen Organspende analysiert, um Unterschiede, Barrieren und Bedingungen für ein Gelingen zu identifizieren. Auf dieser Grundlage werden konkrete, praxisnahe Handlungsempfehlungen für die beteiligten organisatorischen, kommunikativen und medizinischen Ebenen erarbeitet. Zugleich sollen innovative Konzepte zur Angehörigenbegleitung die Akzeptanz von Organspenden im Kindesalter stärken. Die Datenerhebung erfolgt pseudonymisiert und datenschutzkonform und wird durch die Fachrichtungen Medizinethik und klinische Psychologie begleitet.

Das Projekt wird für 39 Monate mit insgesamt ca. 1,9 Millionen Euro gefördert.

Das Projekt kann im Erfolgsfall maßgeblich dazu beitragen, die Zahl pädiatrischer Spender in Deutschland zu erhöhen und die Qualität pädiatrischer Spenderorgane zu verbessern.

Projektleitung und Konsortialpartner

Projektleitung

Dr. Nadine Mand
Philipps-Universität Marburg
Fachbereich Medizin, Klinik für Kinder- und Jugendmedizin, Sektion Neonatologie und pädiatrische Intensivmedizin
Baldingerstraße 1
35043 Marburg
+49 6421 5861923
mandn@staff.uni-marburg.de

Konsortialpartner

DAK-Gesundheit, Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin e. V., Deutsche Stiftung Organtransplantation, Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main, Universitätsklinikum Essen, Universitätsklinikum Jena, Universitätsmedizin der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz

Förderangaben

  • Förderbereich: Versorgungsforschung
  • Förderverfahren: Versorgungsforschung
  • Fördersumme: ca. 1,961 Mio. Euro
  • Förderbekanntmachung: 20.06.2025
  • Themenfeld: Transplantationsmedizinische Versorgung fördern – Erkennung und Meldung potenzieller postmortaler Organspender in den Krankenhäusern analysieren und Handlungsempfehlungen ableiten

Projektleitung und Konsortialpartner

Projektleitung

Dr. Nadine Mand
Philipps-Universität Marburg
Fachbereich Medizin, Klinik für Kinder- und Jugendmedizin, Sektion Neonatologie und pädiatrische Intensivmedizin
Baldingerstraße 1
35043 Marburg
+49 6421 5861923
mandn@staff.uni-marburg.de

Konsortialpartner

DAK-Gesundheit, Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin e. V., Deutsche Stiftung Organtransplantation, Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main, Universitätsklinikum Essen, Universitätsklinikum Jena, Universitätsmedizin der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz

Förderangaben

  • Förderbereich: Versorgungsforschung
  • Förderverfahren: Versorgungsforschung
  • Fördersumme: ca. 1,961 Mio. Euro
  • Förderbekanntmachung: 20.06.2025
  • Themenfeld: Transplantationsmedizinische Versorgung fördern – Erkennung und Meldung potenzieller postmortaler Organspender in den Krankenhäusern analysieren und Handlungsempfehlungen ableiten