Versorgungsforschung

KiP-Indi-Set – Kipppunkte in die Pflegebedürftigkeit – Entwicklung eines plausiblen und nachvollziehbaren präventionsbezogenen Indikatorensets des Übergangs in die Pflegebedürftigkeit

Projektdaten

  • Themenschwerpunkt: Sonstige
  • Zielgruppen: ältere Menschen, Angehörige, Erwachsene, Pflegebedürftige
  • Versorgungsbereich: sektorenübergreifend
  • Bundesland: Niedersachsen
  • Förderkennzeichen: 01VSF26027
  • Laufzeit: 01/2027 – 12/2029
  • Status: laufend

Wesentliche Projektelemente

Prävention, Gesundheitsförderung und Gesundheitsverhalten: Früherkennung, Gesundheitsinformationen / Flyer / Infobriefe, Screeninginstrumente oder -verfahren

Projektbeschreibung

Im Zuge des demografischen Wandels nimmt die Zahl älterer, gesundheitlich gefährdeter und pflegebedürftiger Menschen zu. Deshalb ist es besonders wichtig, eine Verschlechterung des Gesundheitszustands frühzeitig zu erkennen, um das Risiko einer Pflegebedürftigkeit zu verringern bzw. einen entstehenden Pflegebedarf frühzeitig zu identifizieren. Derzeit fehlen jedoch fundierte Daten zu gesundheitlichen, sozioökonomischen und migrationsbezogenen Einflussfaktoren, die es ermöglichen würden, den „Kipppunkt“ hin zur Pflegebedürftigkeit zu bestimmen.

Ziel des Projekts ist die Entwicklung eines verständlichen und nachvollziehbaren Indikatorensets, mit dem sich Anzeichen für eine drohende Pflegebedürftigkeit - der sogenannte „Kipppunkt“ - frühzeitig erkennen lassen. Mithilfe des Indikatorensets sollen Leistungserbringer (Ärzte, Pflegefachpersonen, Fachtherapeuten sowie Case- und Care-Manager) fundierte Entscheidungen über die Einleitung und Umsetzung vorbeugender Maßnahmen zur Vermeidung oder Verlangsamung von Pflegebedürftigkeit treffen können.

Es werden quantitative und qualitative Datenerhebungen durchgeführt und die verschiedenen Datenquellen zusammengeführt (Datentriangulation). Anhand einer umfassenden Synthese wissenschaftlicher Literatur soll ein fundiertes Konzept von Pflegebedürftigkeit, insbesondere ihrer Einflussfaktoren und gesundheitlichen Indikatoren, erstellt werden. Zudem sollen die Daten aus der Studie „Gesundheit 65+“ ausgewertet werden. In dieser Studie wurden bedeutsame Indikatoren für den Beginn von Einschränkungen bei Alltagsaktivitäten in verschiedenen Lebensbereichen untersucht. Im Rahmen von Einzel- und Gruppeninterviews mit ambulanten Leistungserbringern sowie kommunalen Akteuren sollen regionale Versorgungsunterschiede sowie soziale und gesundheitliche Ungleichheiten untersucht werden. In einem mehrstufigen Experten-Befragungsverfahren wird auf Basis der vorhergehenden Datenauswertung anschließend das Indikatorenset der Kipppunkte erstellt und in einem Workshop mit Leistungserbringern evaluiert.

Das Projekt wird für drei Jahre mit insgesamt ca. 1,7 Millionen Euro gefördert.

Im Erfolgsfall liefert das Projekt differenzierte und wissenschaftlich fundierte Erkenntnisse über die Indikatoren, die auf einen Kipppunkt in die Pflegebedürftigkeit hinweisen.

Projektleitung und Konsortialpartner

Projektleitung

Prof. Dr. Martina Hasseler
Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften
Hochschule Braunschweig/Wolfenbüttel
Salzdahlumer Straße 46/48
38302 Wolfenbüttel
+49 5361 8922-23170
m.hasseler@ostfalia.de

Konsortialpartner

Carl von Ossietzky Universität Oldenburg, Hochschule Magdeburg-Stendal, OFFIS e. V., Robert Koch-Institut

Förderangaben

  • Förderbereich: Versorgungsforschung
  • Förderverfahren: Versorgungsforschung
  • Fördersumme: ca. 1,704 Mio. Euro
  • Förderbekanntmachung: 20.06.2025
  • Themenfeld: Gesundheitliche Versorgung von Pflegebedürftigen in der Regionalperspektive

Projektleitung und Konsortialpartner

Projektleitung

Prof. Dr. Martina Hasseler
Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften
Hochschule Braunschweig/Wolfenbüttel
Salzdahlumer Straße 46/48
38302 Wolfenbüttel
+49 5361 8922-23170
m.hasseler@ostfalia.de

Konsortialpartner

Carl von Ossietzky Universität Oldenburg, Hochschule Magdeburg-Stendal, OFFIS e. V., Robert Koch-Institut

Förderangaben

  • Förderbereich: Versorgungsforschung
  • Förderverfahren: Versorgungsforschung
  • Fördersumme: ca. 1,704 Mio. Euro
  • Förderbekanntmachung: 20.06.2025
  • Themenfeld: Gesundheitliche Versorgung von Pflegebedürftigen in der Regionalperspektive