Versorgungsforschung

SmartCare@Home – Versorgungsforschungsstudie zur Machbarkeit, Wirksamkeit und Übertragbarkeit eines integrierten Hospital-at-Home-Akutversorgungsmodell für ältere Menschen

Projektdaten

  • Themenschwerpunkte: Blut- und Immunsystemerkrankungen, Erkrankungen des Kreislaufsystems, Erkrankungen des Muskel-Skelett-Systems, Erkrankungen des Verdauungssystems, Notfälle, Verletzung und Vergiftungen, onkologische Erkrankungen
  • Zielgruppen: ältere Menschen, ländliche Bevölkerung, Menschen mit chronischen Krankheiten, multimorbide Menschen, Pflegebedürftige
  • Versorgungsbereich: sektorenübergreifend
  • Bundesland: Brandenburg
  • Förderkennzeichen: 01VSF26032
  • Laufzeit: 01/2027 – 12/2029
  • Status: laufend

Projektbeschreibung

Die Lausitz gehört zu den Regionen Deutschlands, in denen besonders viele ältere Menschen leben. Gleichzeitig stellen personelle Engpässe in Medizin und Pflege die regionale Versorgung vor große Herausforderungen. Nach einem akuten Krankheitsereignis, also einem plötzlich auftretenden behandlungsbedürftigen Zustand, ist bei älteren, pflegebedrohten oder bereits pflegebedürftigen Menschen häufig eine Krankenhausaufnahme erforderlich. Unter klar definierten medizinischen und sozialen Voraussetzungen könnte eine solche Behandlung jedoch teilweise auch im vertrauten häuslichen Umfeld erfolgen. Dadurch könnten die Selbstständigkeit und Lebensqualität der Betroffenen erhalten und typische Komplikationen eines Krankenhausaufenthalts vermieden werden.

Das Projekt SmartCare@Home wird daher ein angepasstes Versorgungskonzept entwickeln, das die sozioökonomische, siedlungsstrukturellen und versorgungsstrukturellen Bedingungen der Region Lausitz berücksichtigt. Es wird untersucht, ob und unter welchen Voraussetzungen ein digital unterstütztes Hospital-at-Home-Modell sicher und praktikabel umgesetzt werden kann. Dabei werden ärztliche und pflegerische Leistungen in einem vernetzten Versorgungsteam koordiniert und in die häusliche Umgebung verlagert. Digitale Anwendungen unterstützen die Kommunikation und Begleitung der Patientinnen und Patienten. Zunächst wird die derzeitige Versorgungssituation älterer Menschen anhand von Routinedaten untersucht, um mögliche Über- und Unterversorgungen zu identifizieren. Auf dieser Grundlage wird ein an die regionalen Bedingungen angepasstes Versorgungskonzept entwickelt und anschließend in einer Machbarkeitsstudie an pflegebedürftigen Menschen ab 70 Jahren erprobt, die nach einem Akutereignis stationär aufgenommen wurden, aber zu Hause behandelt werden können.

Das Projekt wird für drei Jahre mit insgesamt ca. 2,7 Millionen Euro gefördert.

Im Erfolgsfall können aus den Ergebnissen Empfehlungen für eine wohnortnahe, sektorenübergreifende Akut- und Übergangsversorgung abgeleitet werden. Das Modell soll dazu beitragen, die Patientensicherheit und Versorgungsqualität zu verbessern, die Selbstständigkeit älterer Menschen möglichst lange zu erhalten und regionale Versorgungsstrukturen zu entlasten. Zudem kann der Ansatz im Idealfall auf andere ländliche Regionen übertragen werden.

Projektleitung und Konsortialpartner

Projektleitung

Dr. Anne Sophie Platzbecker
Medizinische Universität Lausitz - Carl Thiem
Leiterin Medizinische Innovation und Transformation
Thiemstraße 111
03048 Cottbus
+49 355 46-2375
a.platzbecker@mul-ct.de

Konsortialpartner

BKK mkk – meine krankenkasse, Hasso-Plattner-Institut für Digital Engineering gGmbH, inav – privates Institut für angewandte Versorgungsforschung GmbH, Technische Universität Dresden

Förderangaben

  • Förderbereich: Versorgungsforschung
  • Förderverfahren: Versorgungsforschung
  • Fördersumme: ca. 2,777 Mio. Euro
  • Förderbekanntmachung: 20.06.2025
  • Themenfeld: Gesundheitliche Versorgung von Pflegebedürftigen in der Regionalperspektive

Projektleitung und Konsortialpartner

Projektleitung

Dr. Anne Sophie Platzbecker
Medizinische Universität Lausitz - Carl Thiem
Leiterin Medizinische Innovation und Transformation
Thiemstraße 111
03048 Cottbus
+49 355 46-2375
a.platzbecker@mul-ct.de

Konsortialpartner

BKK mkk – meine krankenkasse, Hasso-Plattner-Institut für Digital Engineering gGmbH, inav – privates Institut für angewandte Versorgungsforschung GmbH, Technische Universität Dresden

Förderangaben

  • Förderbereich: Versorgungsforschung
  • Förderverfahren: Versorgungsforschung
  • Fördersumme: ca. 2,777 Mio. Euro
  • Förderbekanntmachung: 20.06.2025
  • Themenfeld: Gesundheitliche Versorgung von Pflegebedürftigen in der Regionalperspektive