Versorgungsforschung

BLICK – Bedarf und Versorgung von Augenerkrankungen im klinischen Kontext

Projektdaten

  • Themenschwerpunkt: Augenerkrankungen
  • Zielgruppen: ältere Menschen, Erwachsene, Kinder und Jugendliche, ländliche Bevölkerung, Menschen mit chronischen Krankheiten
  • Versorgungsbereich: sektorenübergreifend
  • Bundesland: Sachsen
  • Förderkennzeichen: 01VSF26034
  • Laufzeit: 01/2027 – 12/2029
  • Status: laufend

Wesentliche Projektelemente

Projektbeschreibung

Augenerkrankungen sind in Deutschland weit verbreitet und nehmen mit dem Alter zu. Am häufigsten treten die Makuladegeneration, der grüne Star (Glaukom), der graue Star (Katarakt), die diabetische Retinopathie, Hornhauterkrankungen und Refraktionsstörungen auf. Ambulanten Augenärztinnen und -ärzte werden vor allem von Menschen im Alter von 65 bis 89 Jahren in Anspruch genommen. Gleichzeitig ist eine Unterversorgung, beispielsweise von Pflegeheimbewohnerinnen und -bewohnern, festzustellen.

Aktuell ist nicht bekannt, in welchem Ausmaß eine Unter-, Fehl- oder Überversorgung in der Augenheilkunde stattfindet. Die Ziele des Projekts sind daher: Erhebung des regionalen Bedarfs an Behandlungen in der Augenheilkunde für die Makuladegeneration, Grauer und Grüner Star, diabetische Retinopathie, Hornhauterkrankungen und Refraktionsstörungen; eine Ableitung des Personalbedarfs für die ambulante und stationäre Behandlung in der Augenheilkunde; Prognose zukünftiger Behandlungszeiten bis 2045; Identifikation und Bewertung von Maßnahmen gegen Über-, Fehl- und Unterversorgung von Menschen mit Augenerkrankungen.

Im Projekt wird mithilfe deutschlandweiter Routinedaten der Personaleinsatz bei Leistungserbringern für Augenerkrankungen geschätzt (Angebot) und dem Bedarf für diese Leistungen gegenübergestellt (Nachfrage). Letzter wird über Befragungen in der Allgemeinbevölkerung sowie von Patientinnen und Patienten mit einer der ausgewählten Augenerkrankungen ermittelt. Ausgehend davon werden regionale Prognosen erstellt. Dabei soll geschätzt werden, welche Auswirkungen die verfügbare Arbeitszeit der ambulanten Augenärzte oder die Delegation von Diagnostikaufgaben aus dem ärztlichen in den nichtärztlichen Bereich auf die Behandlungsqualität der Betroffenen hat. Auf dieser Grundlage wird ein Expertenpanel Empfehlungen für die Politik ableiten.

Das Projekt wird für drei Jahre mit insgesamt ca. 1,1 Millionen Euro gefördert.

Im Erfolgsfall können Maßnahmen gegen Über-, Fehl- und Unterversorgung von Patientinnen und Patienten mit Augenerkrankungen ermittelt und Empfehlungen für eine effizientere und bessere Versorgung abgeleitet werden.

Projektleitung und Konsortialpartner

Projektleitung

Dr. Jochen Schmitt
Technische Universität Dresden
Medizinische Fakultät Carl Gustav Carus, Zentrum für Evidenzbasierte Gesundheitsversorgung
Fetscherstraße 74
01307 Dresden
+49 35 14586495
Jochen.Schmitt@ukdd.de

Konsortialpartner

DAK-Gesundheit, Kassenärztliche Vereinigung Sachsen, Klinikum Chemnitz gGmbH

Förderangaben

  • Förderbereich: Versorgungsforschung
  • Förderverfahren: Versorgungsforschung
  • Fördersumme: ca. 1,194 Mio. Euro
  • Förderbekanntmachung: 20.06.2025
  • Themenfeld: Versorgungsforschung zur Verbesserung der Versorgung von Menschen mit Augenerkrankungen

Projektleitung und Konsortialpartner

Projektleitung

Dr. Jochen Schmitt
Technische Universität Dresden
Medizinische Fakultät Carl Gustav Carus, Zentrum für Evidenzbasierte Gesundheitsversorgung
Fetscherstraße 74
01307 Dresden
+49 35 14586495
Jochen.Schmitt@ukdd.de

Konsortialpartner

DAK-Gesundheit, Kassenärztliche Vereinigung Sachsen, Klinikum Chemnitz gGmbH

Förderangaben

  • Förderbereich: Versorgungsforschung
  • Förderverfahren: Versorgungsforschung
  • Fördersumme: ca. 1,194 Mio. Euro
  • Förderbekanntmachung: 20.06.2025
  • Themenfeld: Versorgungsforschung zur Verbesserung der Versorgung von Menschen mit Augenerkrankungen