Versorgungsforschung

BORIS – Blankoverordnung in der Heilmittelversorgung: Evaluation der Versorgungsrealität, Behandlungspraxis, Bedarfe und Ergebnisqualität

Projektdaten

  • Themenschwerpunkt: Sonstige
  • Zielgruppen: ältere Menschen, Erwachsene, ländliche Bevölkerung, Leistungserbringer, Menschen mit Behinderung, Menschen mit chronischen Krankheiten, multimorbide Menschen, Sonstige
  • Versorgungsbereich: ambulant
  • Bundesland: Nordrhein-Westfalen
  • Förderkennzeichen: 01VSF26036
  • Laufzeit: 04/2027 – 03/2030
  • Status: laufend

Wesentliche Projektelemente

Heil- und Hilfsmittelversorgung: Ergotherapie, Physiotherapie

Projektbeschreibung

Im Jahr 2021 wurden in Deutschland Blankoverordnungen für Heilmittel eingeführt. Mit einer solchen Verordnung können Therapeutinnen und Therapeuten nach der ärztlichen Diagnosestellung die Auswahl, Menge und Frequenz der Heilmitteltherapie flexibel und individuell festlegen. Die Umsetzung und die Auswirkungen der Blankoverordnung sowie die Unterschiede in Bezug auf die Ergebnisqualität im Vergleich zur klassischen Verordnung wurden bisher noch nicht wissenschaftlich untersucht.

Die Forscherinnen und Forscher des Projekts BORIS werden daher Blankoverordnungen in Bezug auf Versorgungsrealität, Behandlungspraxis, Bedarfe und Ergebnisqualität evaluieren. Zu diesem Zweck führen sie systematische Literaturrecherchen, Leitfadeninterviews und Routinedatenanalysen durch. Mittels standardisierter Befragungen von 2.100 Heilmittelerbringern, 3.150 Verordnern sowie 4.200 Patientinnen und Patienten sollen Bekanntheit, Nutzung, Erfahrungen, fördernde und hemmende Faktoren, Chancen, Risiken sowie spezifische Bedarfe erfasst werden. Ferner werden die Umsetzung von Therapiezielen, Zufriedenheit, Partizipation, Funktionalität und Lebensqualität mittels Fragebögen erhoben. In einem abschließenden Stakeholder-Workshop werden aus den gewonnenen Erkenntnissen praxisnahe, gesundheits- und versorgungspolitisch relevante Handlungsempfehlungen zur Weiterentwicklung der Blankoverordnung abgeleitet.

Das Projekt wird für drei Jahre mit insgesamt ca.1,4 Millionen Euro gefördert.

Die Handlungsempfehlungen zeigen auf evidenzbasierte Weise die Chancen, Risiken, Gelingensbedingungen und Barrieren zur Weiterentwicklung der Blankoverordnung auf. Sie dienen der Anpassung der Versorgungspraxis sowie von Richtlinien und Verträgen im Gesundheitssystem.

Projektleitung und Konsortialpartner

Projektleitung

Dr. Anna Bußmann
Essener Forschungsinstitut für Medizinmanagement GmbH
Bredeneyer Straße 2b
45133 Essen
+49 201 565754-12
anna.bussmann@esfomed.de

Konsortialpartner

Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main, Techniker Krankenkasse, Universität Duisburg-Essen

Förderangaben

  • Förderbereich: Versorgungsforschung
  • Förderverfahren: Versorgungsforschung
  • Fördersumme: ca. 1,458 Mio. Euro
  • Förderbekanntmachung: 20.06.2025
  • Themenfeld: Wissenschaftliche Evaluation der Blankoverordnung: Behandlungsstandards und Versorgungsqualität in der Heilmittelversorgung

Projektleitung und Konsortialpartner

Projektleitung

Dr. Anna Bußmann
Essener Forschungsinstitut für Medizinmanagement GmbH
Bredeneyer Straße 2b
45133 Essen
+49 201 565754-12
anna.bussmann@esfomed.de

Konsortialpartner

Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main, Techniker Krankenkasse, Universität Duisburg-Essen

Förderangaben

  • Förderbereich: Versorgungsforschung
  • Förderverfahren: Versorgungsforschung
  • Fördersumme: ca. 1,458 Mio. Euro
  • Förderbekanntmachung: 20.06.2025
  • Themenfeld: Wissenschaftliche Evaluation der Blankoverordnung: Behandlungsstandards und Versorgungsqualität in der Heilmittelversorgung