Versorgungsforschung

GENESIS – Genderspezifisches Entlassmanagement nach stationär-psychiatrischem Aufenthalt nach Suizidversuch oder suizidaler Krise

Projektdaten

  • Themenschwerpunkt: psychische Erkrankungen
  • Zielgruppen: Angehörige, Erwachsene
  • Versorgungsbereich: sektorenübergreifend
  • Bundesland: Sachsen
  • Förderkennzeichen: 01VSF26038
  • Laufzeit: 03/2027 – 02/2030
  • Status: laufend

Wesentliche Projektelemente

Projektbeschreibung

Männer weisen ein höheres Risiko für Suizid auf, gleichzeitig sind Frauen häufiger von Suizidversuchen betroffen. In der Zeit nach der Behandlung in der Psychiatrie ist das Risiko für erneute Suizide(-versuche) besonders hoch. Nach Entlassung aus der Psychiatrie nehmen Männer seltener Versorgungsangebote in Anspruch als Frauen. Obwohl geschlechtsspezifische Unterschiede schon lange bekannt sind, gibt es kein genderspezifisches Entlassungsmanagement. Ebenso fehlt es an Behandlungsansätzen zur Vorbeugung erneuter Suizide(-versuche) nach Entlassung, die auch geschlechterspezifische Aspekte berücksichtigen.

Ziel des Projekts GENESIS ist es, ein strukturiertes, genderspezifisches Entlassungsmanagement zur Vorbeugung von Suizid zu entwickeln und zu evaluieren, um die Versorgung von Frauen und Männern nach Entlassung aus der Psychiatrie zu verbessern.

Dazu führt das Projektteam zunächst Interviews mit Patientinnen und Patienten, Fachkräften der Psychiatrie sowie Angehörigen durch. Zudem werden vorhandene Daten einer prospektiven Studie ausgewertet, Angehörige in einer Online-Befragung befragt und Entlassungsgespräche analysiert, um das aktuelle Entlassungsmanagement zu bewerten. Auf Basis der Erkenntnisse wird ein strukturiertes genderspezifisches Entlassungsmanagement inkl. Schulungsprogramm für Fachkräfte der Psychiatrie, Angehörige sowie Patientinnen und Patienten entwickelt und in einem Single-Case Experimental Design evaluiert. Dabei werden einzelne Personen über die Zeit wiederholt untersucht, um zu prüfen, ob die Intervention wirksam ist.

Das Projekt wird für drei Jahre mit insgesamt ca. 900.000 Euro gefördert.

Im Erfolgsfall kann das Projekt die Versorgung von Patientinnen und Patienten nach Entlassung aus der Psychiatrie nach Suizidversuch verbessern, in dem genderspezifische Aspekte berücksichtigt werden und die Inanspruchnahme von Versorgungsangeboten erhöht wird. So können Wiederaufnahmen in der Psychiatrie sowie weitere Suizidversuche reduziert werden.

Projektleitung und Konsortialpartner

Projektleitung

Prof. Dr. Heide Glaesmer
Universität Leipzig
Medizinische Psychologie und Medizinische Soziologie
Postfach 100920
04009 Leipzig
+49 341 9718811
Heide.Glaesmer@medizin.uni-leipzig.de

Konsortialpartner

MSB Medical School Berlin, Universitätsklinikum Jena

Förderangaben

  • Förderbereich: Versorgungsforschung
  • Förderverfahren: Versorgungsforschung
  • Fördersumme: ca. 924.000 Euro
  • Förderbekanntmachung: 20.06.2025
  • Themenfeld: themenoffen

Projektleitung und Konsortialpartner

Projektleitung

Prof. Dr. Heide Glaesmer
Universität Leipzig
Medizinische Psychologie und Medizinische Soziologie
Postfach 100920
04009 Leipzig
+49 341 9718811
Heide.Glaesmer@medizin.uni-leipzig.de

Konsortialpartner

MSB Medical School Berlin, Universitätsklinikum Jena

Förderangaben

  • Förderbereich: Versorgungsforschung
  • Förderverfahren: Versorgungsforschung
  • Fördersumme: ca. 924.000 Euro
  • Förderbekanntmachung: 20.06.2025
  • Themenfeld: themenoffen