Versorgungsforschung

RAPID-PEN – Risikostratifizierte Abklärung einer angegebenen Penicillinallergie in der ambulanten Versorgung

Projektdaten

  • Themenschwerpunkte: Blut- und Immunsystemerkrankungen, Impfungen und Infektionskrankheiten, Sonstige
  • Zielgruppen: Erwachsene, Leistungserbringer
  • Versorgungsbereich: sektorenübergreifend
  • Bundesland: Nordrhein-Westfalen
  • Förderkennzeichen: 01VSF26041
  • Laufzeit: 01/2027 – 06/2029
  • Status: laufend

Projektbeschreibung

Viele Menschen geben an, allergisch auf Penicillin zu reagieren. Tatsächlich liegt jedoch in über 90 Prozent dieser Fälle keine echte Penicillinallergie vor. Das hat Folgen: Oft werden stattdessen andere Antibiotika eingesetzt, die teurer sind, mehr Nebenwirkungen verursachen oder die Entstehung von Antibiotikaresistenzen begünstigen.

Das Projekt RAPID-PEN zielt darauf ab, die sichere Abklärung von angegebenen Penicillinallergien in Arztpraxen zu erleichtern und somit die Versorgung von Patientinnen und Patienten zu verbessern.

Gemeinsam mit niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten entwickeln die Forschenden einen praxistauglichen und rechtssicheren Entscheidungsalgorithmus, um angegebene Penicillinallergien zu überprüfen. Sie untersuchen, welche Voraussetzungen, Hürden und Unterstützungsbedarfe es in der ambulanten Versorgung gibt und beziehen dabei auch die Perspektive von Patientinnen und Patienten mit ein. So sollen unnötige Penicillinallergiediagnosen reduziert und sichere Behandlungsoptionen häufiger genutzt werden.

In dem Projekt werden verschiedene wissenschaftliche Methoden kombiniert. In moderierten Gruppengesprächen und einer strukturierten Expertenbefragung wird ein bestehender Entscheidungsalgorithmus an die ambulante Versorgung angepasst. Ergänzend dazu befragen die Forschenden bundesweit Ärztinnen und Ärzte sowie Versicherte zu ihren Erfahrungen, Einstellungen und Entscheidungswegen.

Das Projekt wird für zweieinhalb Jahre mit insgesamt ca. 990.000 Euro gefördert.

Die Ergebnisse sollen direkt in die ambulante Versorgung überführt werden. Der entwickelte Algorithmus unterstützt Ärztinnen und Ärzte dabei, vermutete Penicillinallergien sicher und einheitlich abzuklären. Dadurch können langfristig unnötige Antibiotikawechsel vermieden, die Behandlungsqualität verbessert und Gesundheitskosten gesenkt werden. Auch die elektronische Patientenakte kann künftig eine verlässliche Dokumentation der Ergebnisse gewährleisten.

Projektleitung und Konsortialpartner

Projektleitung

Dr. Lukas Tometten
Universität zu Köln
Klinik I für Innere Medizin, Schwerpunkt klinische Infektiologie
Kerpener Straße 62
50937 Köln
+49 221478-76703
lukas.tometten@uk-koeln.de

Konsortialpartner

Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, DAK-Gesundheit, Georg-August-Universität Göttingen, Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn

Förderangaben

  • Förderbereich: Versorgungsforschung
  • Förderverfahren: Versorgungsforschung
  • Fördersumme: ca. 995.000 Euro
  • Förderbekanntmachung: 20.06.2025
  • Themenfeld: themenoffen

Projektleitung und Konsortialpartner

Projektleitung

Dr. Lukas Tometten
Universität zu Köln
Klinik I für Innere Medizin, Schwerpunkt klinische Infektiologie
Kerpener Straße 62
50937 Köln
+49 221478-76703
lukas.tometten@uk-koeln.de

Konsortialpartner

Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, DAK-Gesundheit, Georg-August-Universität Göttingen, Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn

Förderangaben

  • Förderbereich: Versorgungsforschung
  • Förderverfahren: Versorgungsforschung
  • Fördersumme: ca. 995.000 Euro
  • Förderbekanntmachung: 20.06.2025
  • Themenfeld: themenoffen