Versorgungsforschung

PopGroup 2.0 – Bedarfsorientierte Versorgungsstrukturplanung: Der PopGrouper als Steuerungsinstrument in der Krankenhausstrukturreform

Projektdaten

  • Themenschwerpunkt: Sonstige
  • Zielgruppen: ältere Menschen, Erwachsene, Früh- und Neugeborene, Kinder und Jugendliche, Leistungserbringer, Menschen mit chronischen Krankheiten, multimorbide Menschen, Pflegebedürftige, Schwangere und Wöchnerinnen
  • Versorgungsbereich: sektorenübergreifend
  • Bundesland: Berlin
  • Förderkennzeichen: 01VSF26044
  • Laufzeit: 01/2027 – 12/2029
  • Status: laufend

Wesentliche Projektelemente

Projektbeschreibung

Das deutsche Gesundheitswesen sieht sich mit enormen Herausforderungen konfrontiert. Die Gesellschaft altert, chronische Krankheiten nehmen zu und es gibt gleichzeitig Probleme der Unter-, Über- und Fehlversorgung der Bevölkerung. Zur regional differenzierten Erhebung des Versorgungsbedarfs, zur Planung von Versorgungsstrukturen und zur Korrektur ungünstiger Inanspruchnahmemuster sind bevölkerungsbezogene Klassifikationssysteme erforderlich, wie sie in verschiedenen Ländern bereits eingesetzt werden.

Das Ziel des Projekts PopGroup 2.0 besteht darin, ein Klassifikationssystem weiterzuentwickeln und es für die praktische Anwendung in der Krankenhausplanung nutzbar zu machen. Der im Vorgängerprojekt entwickelte PopGrouper ist ein Instrument, das den Versorgungsbedarf der Bevölkerung über knapp 780 Gruppen detailliert erfasst. Er zeichnet sich dadurch aus, dass jede versicherte Person genau einer Gruppe zugeordnet wird. Dadurch werden auch Wechselwirkungen von Multimorbidität auf den Versorgungsbedarf berücksichtigt.

Im Rahmen von PopGroup 2.0 wird das Instrument technisch standardisiert, auf Daten von 27 Millionen Versicherten übertragen und für eine krankenkassenübergreifende Nutzung vorbereitet. Dabei wird der PopGrouper nicht nur weiterentwickelt, sondern auch methodisch verbessert: Der Versorgungsbedarf wird zukünftig nicht mehr nur anhand vergangener Inanspruchnahmen, sondern auch auf Basis medizinischer Leitlinien und Expertenwissen normativ bestimmt. Darüber hinaus werden Prognosemodelle entwickelt, um zukünftige Bedarfe vorherzusagen, und es werden Potenziale zur Effizienzsteigerung ermittelt. Die Ergebnisse werden in einer interaktiven und bedienerfreundlichen Benutzeroberfläche visualisiert, um sie für Krankenhaus- und Versorgungsplanung direkt anwendbar zu machen.

Das Projekt wird für drei Jahre mit insgesamt ca. zwei Millionen Euro gefördert.

Der PopGrouper 2.0 kann im Erfolgsfall als datenbasiertes Steuerungsinstrument in der Krankenhausstrukturreform eingesetzt werden. Damit lassen sich regionale Versorgungsstrukturen bedarfsgerecht ausrichten, Vorhaltebudgets fair verteilen und die Versorgungsqualität langfristig verbessern.

Projektleitung und Konsortialpartner

Projektleitung

Prof. Dr. Reinhard Busse
Technische Universität Berlin
Fachgebiet Management im Gesundheitswesen
Fraunhoferstraße 33-36
10587 Berlin
+49 30 31428420rbusse@tu-berlin.de

Konsortialpartner

AOK-Bundesverband eGbR, aQua-Institut für angewandte Qualitätsförderung und Forschung im Gesundheitswesen GmbH, Deutsches Krankenhausinstitut e. V., OptiMedis AG, Universität Bayreuth

Förderangaben

  • Förderbereich: Versorgungsforschung
  • Förderverfahren: Versorgungsforschung
  • Fördersumme: ca. 2,077 Mio. Euro
  • Förderbekanntmachung: 20.06.2025
  • Themenfeld: themenoffen

Projektleitung und Konsortialpartner

Projektleitung

Prof. Dr. Reinhard Busse
Technische Universität Berlin
Fachgebiet Management im Gesundheitswesen
Fraunhoferstraße 33-36
10587 Berlin
+49 30 31428420rbusse@tu-berlin.de

Konsortialpartner

AOK-Bundesverband eGbR, aQua-Institut für angewandte Qualitätsförderung und Forschung im Gesundheitswesen GmbH, Deutsches Krankenhausinstitut e. V., OptiMedis AG, Universität Bayreuth

Förderangaben

  • Förderbereich: Versorgungsforschung
  • Förderverfahren: Versorgungsforschung
  • Fördersumme: ca. 2,077 Mio. Euro
  • Förderbekanntmachung: 20.06.2025
  • Themenfeld: themenoffen