Versorgungsforschung

SGSM-Pain – Geschlechtersensibles patient*innenzentriertes Management chronischer Rückenschmerzen

Projektdaten

  • Themenschwerpunkt: Erkrankungen des Muskel-Skelett-Systems
  • Zielgruppen: ältere Menschen, Erwachsene, Leistungserbringer, Menschen mit chronischen Krankheiten
  • Versorgungsbereich: sektorenübergreifend
  • Bundesland: Nordrhein-Westfalen
  • Förderkennzeichen: 01VSF26045
  • Laufzeit: 01/2027 – 12/2029
  • Status: laufend

Projektbeschreibung

Akute und chronische Rückenschmerzen gehören weltweit zu den häufigsten Gründen für den Besuch einer hausärztlichen Praxis. In Deutschland wurden im Jahr 2021 laut dem Gesundheitsatlas Deutschland bei rund 26 Millionen Menschen – das entspricht 31 Prozent der Bevölkerung – akute und chronische Rückenschmerzen ärztlich dokumentiert. Aktuellen Studien zufolge sind Frauen in Deutschland in fast allen Lebensphasen häufiger von Rückenschmerzen betroffen als Männer. Geschlechtersensible Versorgungsoptionen sind für das Krankheitsbild Rückenschmerz jedoch noch weitgehend unbekannt. Um eine patientenzentrierte, geschlechtersensible Versorgung zu ermöglichen und Patientinnen und Patienten in ihrem Heilungsprozess bestmöglich zu unterstützen, müssen geschlechtsspezifische und patientenzentrierte Bedarfe untersucht werden.

Das Projekt SGSM-Pain setzt hier an und wird geschlechtsspezifische Unterschiede in der aktuellen medizinischen Versorgung von Menschen mit chronischem Rückenschmerz untersuchen. Ziel ist es, Ansätze für eine geschlechtersensible Behandlung zu entwickeln, bei denen Patientinnen und Patienten im Mittelpunkt stehen. Zunächst wird die bestehende Literatur zu Geschlechtsunterschieden in der Behandlung von chronischen Rückenschmerzen zusammengetragen. Im nächsten Schritt werden anonymisierte Daten der AOK auf Geschlechtsunterschiede hin untersucht. Anschließend werden Hausärztinnen und Hausärzte zu ihren Behandlungsentscheidungen bei Patientinnen und Patienten mit chronischem Rückenschmerz befragt. Um auch die Erfahrungen der Patientinnen und Patienten einzubeziehen, werden diese über einen Zeitraum von einem Jahr befragt. Zudem werden auch die Behandelnden befragt. Aufbauend auf den Ergebnissen dieser Befragungen entwickeln Behandelnde und Patientinnen und Patienten in Workshops konkrete Lösungen für bestehende Versorgungsprobleme. Im Anschluss setzen die Behandelnden sowie die Expertinnen und Experten diese Ergebnisse in den Versorgungskontext.

Das Projekt wird für drei Jahre mit insgesamt ca. 1,6 Millionen Euro gefördert.

Im Erfolgsfall können die aktuellen Behandlungsleitlinien für chronische Rückenschmerzen um wissenschaftlich fundierte geschlechtersensible Empfehlungen ergänzt werden. Durch die Entwicklung beispielhafter Lösungen für eine geschlechtersensible Versorgung kann die aktuelle Situation verbessert werden.

Projektleitung und Konsortialpartner

Projektleitung

Prof. Dr. Sabine Oertelt-Prigione
Universität Bielefeld
Medizinische Fakultät OWL
AG Geschlechtersensible Medizin
Universitätsstraße 25
33615 Bielefeld
+49 52110 687720
Sabine.oertelt-prigione@uni-bielefeld.de

Konsortialpartner

AOK-Bundesverband eGbR, Private Universität Witten/Herdecke gGmbH

Förderangaben

  • Förderbereich: Versorgungsforschung
  • Förderverfahren: Versorgungsforschung
  • Fördersumme: ca. 1,665 Mio. Euro
  • Förderbekanntmachung: 20.06.2025
  • Themenfeld: themenoffen

Projektleitung und Konsortialpartner

Projektleitung

Prof. Dr. Sabine Oertelt-Prigione
Universität Bielefeld
Medizinische Fakultät OWL
AG Geschlechtersensible Medizin
Universitätsstraße 25
33615 Bielefeld
+49 52110 687720
Sabine.oertelt-prigione@uni-bielefeld.de

Konsortialpartner

AOK-Bundesverband eGbR, Private Universität Witten/Herdecke gGmbH

Förderangaben

  • Förderbereich: Versorgungsforschung
  • Förderverfahren: Versorgungsforschung
  • Fördersumme: ca. 1,665 Mio. Euro
  • Förderbekanntmachung: 20.06.2025
  • Themenfeld: themenoffen