Versorgungsforschung

MOSAIK – Medizinische und psychosoziale Folgen von Schwangerschaftsverlusten – integrierte Kohorten- und Interviewstudie

Projektdaten

  • Themenschwerpunkt: Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett
  • Zielgruppen: Erwachsene, Menschen mit chronischen Krankheiten, Schwangere und Wöchnerinnen
  • Versorgungsbereich: sektorenübergreifend
  • Bundesland: Thüringen
  • Förderkennzeichen: 01VSF26047
  • Laufzeit: 03/2027 – 02/2030
  • Status: laufend

Wesentliche Projektelemente

Projektbeschreibung

Fehlgeburten und gestörte Frühschwangerschaften sind im gebärfähigen Alter weit verbreitet. Schätzungen zufolge erleiden jährlich etwa 10 bis 30 Prozent aller Schwangeren eine Fehlgeburt. Eine Fehlgeburt bedeutet insbesondere eine erhebliche Belastung für die Betroffenen, aber auch für das Gesundheitssystem. Mögliche Folgen sind Trauer, Depressionen, Angst- und posttraumatische Belastungsstörungen. In Deutschland fehlen jedoch verlässliche Daten zur Häufigkeit und den Ursachen von Schwangerschaftsverlusten sowie zur Versorgungspraxis und zum Unterstützungsbedarf.

Hier setzt das Projekt MOSAIK an. Ziel ist es, die Häufigkeit von Fehlgeburten, die Versorgung der betroffenen Frauen und die gesundheitlichen und psychosozialen Folgen unterschiedlicher Behandlungswege zu untersuchen. Hierzu werden Routinedaten von Versicherten der AOK – Die Gesundheitskasse ausgewertet, um Risikofaktoren, Komplikationen und Unterschiede zwischen den Behandlungswegen (konservativ/abwartend, operativ oder medikamentös) zu analysieren. Darüber hinaus werden betroffene Frauen interviewt. Dabei werden sie zu ihren Erfahrungen mit der medizinischen Versorgung und psychosozialen Betreuung sowie zu ihrem Unterstützungsbedarf befragt. So sollen die Versorgungswege beschrieben, bestehende Versorgungslücken erfasst sowie Defizite und Bedarfe identifiziert werden. Auf dieser Grundlage werden unter Einbindung von Expertinnen und Experten sowie Patientenvertretungen Empfehlungen zur Verbesserung der Versorgung und Nachsorge abgeleitet.

Das Projekt wird für drei Jahre mit insgesamt ca. einer Millionen Euro gefördert.

Die gewonnenen Erkenntnisse liefern konkrete Ansatzpunkte und Empfehlungen, um die Versorgung nach einer Fehlgeburt zu verbessern und Präventions- sowie psychosoziale Unterstützungsmaßnahmen zu entwickeln.

Projektleitung und Konsortialpartner

Projektleitung

Dr. Carolin Fleischmann-Struzek
Universitätsklinikum Jena
Am Klinikum 1
07747 Jena
+49 3641 9323146
carolin.fleischmann@med.uni-jena.de

Konsortialpartner

AOK-Bundesverband eGbR

Förderangaben

  • Förderbereich: Versorgungsforschung
  • Förderverfahren: Versorgungsforschung
  • Fördersumme: ca. 1,079 Mio. Euro
  • Förderbekanntmachung: 20.06.2025
  • Themenfeld: themenoffen

Projektleitung und Konsortialpartner

Projektleitung

Dr. Carolin Fleischmann-Struzek
Universitätsklinikum Jena
Am Klinikum 1
07747 Jena
+49 3641 9323146
carolin.fleischmann@med.uni-jena.de

Konsortialpartner

AOK-Bundesverband eGbR

Förderangaben

  • Förderbereich: Versorgungsforschung
  • Förderverfahren: Versorgungsforschung
  • Fördersumme: ca. 1,079 Mio. Euro
  • Förderbekanntmachung: 20.06.2025
  • Themenfeld: themenoffen