Versorgungsforschung

ProKontinenz II – Harninkontinenz in Deutschland – Versorgungslücken erkennen und schließen: Prävalenzerhebung und Evaluation eines digitalen Unterstützungsangebots

Projektdaten

  • Themenschwerpunkt: Erkrankungen des Urogenitalsystems
  • Zielgruppen: ältere Menschen, Erwachsene
  • Versorgungsbereich: ambulant
  • Bundesland: Sachsen
  • Förderkennzeichen: 01VSF26048
  • Laufzeit: 01/2027 – 12/2029
  • Status: laufend

Projektbeschreibung

Laut der Deutschen Kontinenz Gesellschaft sind rund zehn Millionen Menschen in Deutschland von Harninkontinenz betroffen. Oft suchen Betroffene aus Scham oder weil ihnen die Therapiemöglichkeiten nicht bekannt sind, keine medizinische Hilfe. Das Projekt ProKontinenz II setzt hier an. Ziel ist die Entwicklung eines digitalen Informationsangebots, das Betroffenen Wissen über Therapie- und Hilfsmitteloptionen vermittelt und sie dazu motiviert, ärztliche Hilfe in Anspruch zu nehmen. Die Ergebnisse werden erstmals belastbare Daten zur Versorgung von Harninkontinenz in Deutschland liefern und aufzeigen, welche Gruppen besonders unterversorgt sind.

Ausgangspunkt der Studie ist eine umfassende, bundesweite Telefonbefragung von rund 6.500 Personen, mit der die tatsächliche Häufigkeit von Harninkontinenz in Deutschland sowie die aktuelle Versorgungssituation ermittelt werden sollen. Auf Basis dieser Erhebung werden 360 bisher unbehandelte Betroffene für eine randomisierte, kontrollierte Interventionsstudie rekrutiert. Die eine Hälfte der Teilnehmenden erhält Zugang zur digitalen Plattform ProKontinenz II mit verständlichen Informationen zu Therapien, Hilfsmitteln und Arztgesprächen, die andere Hälfte nicht. Nach einem Jahr werden die Teilnehmenden erneut befragt, um den Erfolg des digitalen Informationsangebots zu messen. Alle Ergebnisse fließen in Empfehlungen für die Gesundheitspolitik und die medizinische Praxis ein.

Das Projekt wird für drei Jahre mit insgesamt ca. 550.000 Euro gefördert.

Im Erfolgsfall kann das neu entwickelte digitale Informationsangebot die Lebensqualität der Betroffenen deutlich verbessern, bestehende Versorgungslücken systematisch schließen und die von den Betroffenen selbst getragenen Kosten für Hilfsmittel senken. Damit legt das Projekt den Grundstein für gezielte gesundheitspolitische Maßnahmen, eine bessere Aufklärung und eine stärkere Einbindung der Betroffenen in ihre eigene Versorgung.

Projektleitung und Konsortialpartner

Projektleitung

Dr. Martin Baunacke
Technische Universität Dresden
Medizinische Fakultät Carl Gustav Carus, Klinik und Poliklinik für Urologie
Fetscherstraße 74
01307 Dresden
+49 351 45818944
martin.baunacke@ukdd.de

Förderangaben

  • Förderbereich: Versorgungsforschung
  • Förderverfahren: Versorgungsforschung
  • Fördersumme: ca. 551.000 Euro
  • Förderbekanntmachung: 20.06.2025
  • Themenfeld: themenoffen

Projektleitung und Konsortialpartner

Projektleitung

Dr. Martin Baunacke
Technische Universität Dresden
Medizinische Fakultät Carl Gustav Carus, Klinik und Poliklinik für Urologie
Fetscherstraße 74
01307 Dresden
+49 351 45818944
martin.baunacke@ukdd.de

Förderangaben

  • Förderbereich: Versorgungsforschung
  • Förderverfahren: Versorgungsforschung
  • Fördersumme: ca. 551.000 Euro
  • Förderbekanntmachung: 20.06.2025
  • Themenfeld: themenoffen