Versorgungsforschung

IFAU – Intersektionalität bei Frauen mit einer Aufmerksamkeits-Hyperaktivitäts-Störung (ADHS): Forschung zu geschlechtsbedingten Unterschieden in der Patient Journey und Auswirkungen auf den Lebensverlauf für eine bedarfsgerechte Versorgung

Projektdaten

  • Themenschwerpunkt: psychische Erkrankungen
  • Zielgruppen: Erwachsene, Sonstige
  • Versorgungsbereich: sektorenübergreifend
  • Bundesland: Hamburg
  • Förderkennzeichen: 01VSF26049
  • Laufzeit: 03/2027 – 02/2030
  • Status: laufend

Wesentliche Projektelemente

Projektbeschreibung

Die Aufmerksamkeits-Hyperaktivitäts-Störung (ADHS) ist die häufigste psychische Störung bei Kindern und Jugendlichen. In der Regel bleibt sie auch im Erwachsenenalter bestehen. In Deutschland wird ADHS bei Erwachsenen aktuell unterdiagnostiziert. Während Studien zeigen, dass etwa 2,5 Prozent der Erwachsenen von ADHS betroffen sind, haben in Deutschland nur 0,4 Prozent eine entsprechende Diagnose erhalten. Zudem ging man bis zum Beginn dieses Jahrhunderts davon aus, dass ADHS ausschließlich bei Jungen auftritt. Heute weiß man, dass sich die ADHS-Symptomatik bei den Geschlechtern unterschiedlich zeigt. Darüber hinaus deuten vor allem qualitative Arbeiten darauf hin, dass viele Frauen Kompensations- oder „Masking“-Strategien entwickeln, um soziale Erwartungen zu erfüllen und nicht aufzufallen. Dieses Phänomen ist bislang jedoch wenig systematisch untersucht. Daher wird von einer hohen Dunkelziffer bei Frauen mit ADHS ausgegangen. Bei ADHS, insbesondere wenn diese unerkannt bleibt, erhöht sich das Risiko für Depressionen, Angst-, Ess- und Suchtstörungen sowie Adipositas. Eine individuell abgestimmte Therapie kann den potenziellen Folgen von ADHS entgegenwirken.

Daher werden im Projekt IFAU die geschlechtsspezifischen Unterschiede in der Versorgung von Erwachsenen mit ADHS rückwirkend über einen Zeitraum von mehr als 20 Jahren anhand von Abrechnungsdaten der DAK-Gesundheit untersucht und mit den Daten einer Versichertenbefragung verknüpft. Zudem wird ein Instrument zur Erfassung möglicher Kompensationsstrategien bei Frauen mit ADHS entwickelt. Darüber hinaus werden gesundheitsökonomische Analysen durchgeführt und gemeinsam mit Patientenvertretungen, Leistungserbringern, Expertinnen und Experten sowie Kostenträgern Handlungsempfehlungen erarbeitet. Durch die Einbindung von zwei Hochschulambulanzen für Erwachsenen mit ADHS können diese direkt in die Praxis überführt werden.

Das Projekt wird für drei Jahre mit insgesamt ca. 1,2 Millionen Euro gefördert.

Die im Projekt erarbeiteten Erkenntnisse und Instrumente werden zur Verfügung gestellt, um die bestehende Versorgungslücke zu schließen, eine frühzeitige Diagnose sicherzustellen und eine bedarfsgerechte Versorgung von Frauen mit ADHS zu ermöglichen.

Projektleitung und Konsortialpartner

Projektleitung

Dr. Melanie Klein
DAK-Gesundheit
Versorgungsforschung und Innovationsfonds
Nagelsweg 27-31
20097 Hamburg
+49 40 2364855-2458
melanie.klein@dak.de

Konsortialpartner

Hochschule Fulda, Leibniz-Institut für Präventionsforschung und Epidemiologie – BIPS GmbH, Philipps-Universität Marburg, Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn

Förderangaben

  • Förderbereich: Versorgungsforschung
  • Förderverfahren: Versorgungsforschung
  • Fördersumme: ca. 1,238 Mio. Euro
  • Förderbekanntmachung: 20.06.2025
  • Themenfeld: themenoffen

Projektleitung und Konsortialpartner

Projektleitung

Dr. Melanie Klein
DAK-Gesundheit
Versorgungsforschung und Innovationsfonds
Nagelsweg 27-31
20097 Hamburg
+49 40 2364855-2458
melanie.klein@dak.de

Konsortialpartner

Hochschule Fulda, Leibniz-Institut für Präventionsforschung und Epidemiologie – BIPS GmbH, Philipps-Universität Marburg, Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn

Förderangaben

  • Förderbereich: Versorgungsforschung
  • Förderverfahren: Versorgungsforschung
  • Fördersumme: ca. 1,238 Mio. Euro
  • Förderbekanntmachung: 20.06.2025
  • Themenfeld: themenoffen