Versorgungsforschung

ImpAbs – Entwicklung eines Instruments zur Bewertung der Übertragbarkeit von Studien zu komplexen Gesundheitsinterventionen

Projektdaten

  • Themenschwerpunkt: psychische Erkrankungen
  • Zielgruppe: Erwachsene
  • Versorgungsbereich: sektorenübergreifend
  • Bundesland: Brandenburg
  • Förderkennzeichen: 01VSF26053
  • Laufzeit: 01/2027 – 12/2029
  • Status: laufend

Wesentliche Projektelemente

Projektbeschreibung

In Deutschland werden mehrere Millionen Menschen mit Neuroleptika (Antipsychotika) behandelt. Diese sind zwar essenziell für die Behandlung psychiatrischer Erkrankungen, doch die langfristige Einnahme belastet die Betroffenen oft erheblich, beispielsweise in Form von massiver Gewichtszunahme, Stoffwechselstörungen, emotionaler Abstumpfung und Herz-Kreislauf-Problemen. Allerdings benötigen nicht alle Betroffenen eine lebenslange Medikation und viele kommen mit deutlich geringeren Dosen aus. Gleichzeitig ist unklar, wer die Medikamente sicher reduzieren oder absetzen kann.

Das Projekt ImpAbs untersucht daher die individuellen, sozialen und strukturellen Bedingungen, unter denen eine sichere Reduktion oder ein Absetzen möglich ist. Die Studie besteht aus fünf Teilprojekten, in denen qualitative und quantitative Methoden kombiniert werden. Zunächst analysiert das Team im Rahmen einer Evidenzsynthese internationale und nationale Studien, um herauszufinden, welche Strategien bei der Reduktion oder dem Absetzen von Neuroleptika wirksam sind. Parallel dazu sollen qualitative Interviews mit Betroffenen sowie standardisierte Befragungen mit Ärztinnen und Ärzten durchgeführt werden, um Barrieren, Bedarfe und Wünsche zu ermitteln. Darüber hinaus sollen durch die Analyse von Krankenkassendaten Erkenntnisse darüber gewonnen werden, wer wie lange Neuroleptika erhält und ob es Muster bei der Reduktion gibt. Alle Ergebnisse werden in Workshops mit Stakeholdern diskutiert, um sicherzustellen, dass sie praxisnah, verständlich und nutzbar sind. Aus allen Projektergebnissen werden anschließend Handlungsempfehlungen und Interventionsmodule entwickelt. Diese sollen Betroffenen dabei helfen, ihre Medikation bewusst zu gestalten, und Ärztinnen und Ärzten zeigen, wie sie ihre Patientinnen und Patienten sicher begleiten können.

Das Projekt wird für drei Jahre mit insgesamt ca. 770.000 Euro gefördert.

Im Erfolgsfall können die Ergebnisse dazu beitragen, die Behandlungsbelastung langfristig zu verringern und die Lebensqualität der Betroffenen zu verbessern. Zudem kann eine personenzentrierte, weniger medikamentöse Versorgung gestärkt werden.

Projektleitung und Konsortialpartner

Projektleitung

Prof. Dr. Sebastian von Peter
Medizinische Hochschule Brandenburg CAMPUS GmbH
Immanuel Klinik Rüdersdorf
Seebad 82/83
15562 Rüdersdorf bei Berlin
+49 33 63883501
Sebastian.vonPeter@mhb-fontane.de

Konsortialpartner

Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung in der Bundesrepublik Deutschland

Förderangaben

  • Förderbereich: Versorgungsforschung
  • Förderverfahren: Versorgungsforschung
  • Fördersumme: ca. 774.000 Euro
  • Förderbekanntmachung: 20.06.2025
  • Themenfeld: themenoffen

Projektleitung und Konsortialpartner

Projektleitung

Prof. Dr. Sebastian von Peter
Medizinische Hochschule Brandenburg CAMPUS GmbH
Immanuel Klinik Rüdersdorf
Seebad 82/83
15562 Rüdersdorf bei Berlin
+49 33 63883501
Sebastian.vonPeter@mhb-fontane.de

Konsortialpartner

Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung in der Bundesrepublik Deutschland

Förderangaben

  • Förderbereich: Versorgungsforschung
  • Förderverfahren: Versorgungsforschung
  • Fördersumme: ca. 774.000 Euro
  • Förderbekanntmachung: 20.06.2025
  • Themenfeld: themenoffen