Versorgungsforschung

PAJUD – Patientenerfahrungen und Patient Journeys bei unipolarer Depression im stationären Setting

Projektdaten

  • Themenschwerpunkt: psychische Erkrankungen
  • Zielgruppe: Erwachsene
  • Versorgungsbereich: stationär
  • Bundesland: Sachsen
  • Förderkennzeichen: 01VSF26054
  • Laufzeit: 01/2027 – 06/2030
  • Status: laufend

Wesentliche Projektelemente

Projektbeschreibung

Depressive Störungen sind mit einer administrativen Prävalenz von 17 % im Jahr 2024 laut den Versorgungsdaten des Robert Koch-Instituts eine häufige Diagnose in der ambulanten Versorgung in Deutschland. Die Behandlung von Menschen mit psychischen Erkrankungen ist komplex, im Versorgungssystem häufig fragmentiert und muss an die individuellen Bedürfnisse der Betroffenen angepasst werden. Obwohl die medizinischen Kosten ähnlich hoch sind, ist der Anteil der stationären Versorgung geringer als die der ambulanten Versorgung, da aufgrund der akuten Symptome und Erkrankungsschwere häufig ein höherer Versorgungsbedarf besteht. Erfahrungen von Menschen mit Depressionen in Bezug auf mögliche Therapieoptionen, den Prozess der partizipativen Entscheidungsfindung und die Vorbereitung der Weiterbehandlung nach einem (teil-)stationären Aufenthalt sind weitgehend unbekannt.

Die Forscherinnen und Forscher von PAJUD untersuchen die Behandlungserfahrungen und Bedürfnisse von Patientinnen und Patienten mit unipolaren Depressionen vor, während und nach einem stationären Aufenthalt. Dazu werden ca. 7.780 Erwachsene in Deutschland befragt, die einen abgeschlossenen stationären oder teilstationären Krankenhausaufenthalt mit der Entlassdiagnose einer unipolaren Depression hatten. Dabei werden drei getrennte stationäre Behandlungsoptionen berücksichtigt (psychiatrisches, psychosomatisches bzw. rehabilitatives Setting). Im Projektverlauf werden gemeinsam mit den Betroffenen die verschiedenen Messverfahren (Interviews, Fragebogen) entwickelt. Der Fragebogen wird unter anderem Aspekte zur Zusammenarbeit und zur gemeinsamen Entscheidungsfindung in der Klinik sowie zur gesundheitsbezogenen Lebensqualität, zum Symptomverlauf, zur Arbeitsfähigkeit und zu beruflichen Einschränkungen inklusive der Behandlungserfahrungen umfassen. In Routinedatenanalysen werden Inanspruchnahme und Kosten von therapeutischen Maßnahmen erfasst und ausgewertet. In einem abschließenden Workshop mit Expertinnen und Experten werden die Umsetzung und die Verbreitung der Projektergebnisse diskutiert.

Das Projekt wird für dreieinhalb Jahre mit insgesamt ca. 1,5 Millionen Euro gefördert.

Die Projektergebnisse liefern im Erfolgsfall wichtige Hinweise zur Qualitätsverbesserung der Versorgungvon Menschen mit Depressionen unter Einbezug der Betroffenenperspektive. Die analysierten Patient Journeys können als methodische Grundlage dienen, um Versorgungspfade weiterer, insbesondere psychischer Erkrankungen abzubilden und zu optimieren.

Projektleitung und Konsortialpartner

Projektleitung

Dr. Anne Neumann
Technische Universität Dresden
Medizinische Fakultät Carl Gustav Carus, Zentrum für Evidenzbasierte Gesundheitsversorgung
Fetscherstraße 74
01307 Dresden
+49 351 458-5634
Anne.Neumann@ukdd.de

Konsortialpartner

DAK-Gesundheit, hkk Krankenkasse, Techniker Krankenkasse, Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf

Förderangaben

  • Förderbereich: Versorgungsforschung
  • Förderverfahren: Versorgungsforschung
  • Fördersumme: ca. 1,572 Mio. Euro
  • Förderbekanntmachung: 20.06.2025
  • Themenfeld: themenoffen

Projektleitung und Konsortialpartner

Projektleitung

Dr. Anne Neumann
Technische Universität Dresden
Medizinische Fakultät Carl Gustav Carus, Zentrum für Evidenzbasierte Gesundheitsversorgung
Fetscherstraße 74
01307 Dresden
+49 351 458-5634
Anne.Neumann@ukdd.de

Konsortialpartner

DAK-Gesundheit, hkk Krankenkasse, Techniker Krankenkasse, Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf

Förderangaben

  • Förderbereich: Versorgungsforschung
  • Förderverfahren: Versorgungsforschung
  • Fördersumme: ca. 1,572 Mio. Euro
  • Förderbekanntmachung: 20.06.2025
  • Themenfeld: themenoffen