Versorgungsforschung

OPTIMISE-2 – Evaluation und Optimierung des Qualitätssicherungsverfahrens „Diagnostik und Therapie der Sepsis“

Projektdaten

  • Themenschwerpunkte: Atemwegserkrankungen und Beatmung, Impfungen und Infektionskrankheiten, Notfälle, Verletzung und Vergiftungen
  • Zielgruppen: Erwachsene, Leistungserbringer
  • Versorgungsbereich: stationär
  • Bundesland: Thüringen
  • Förderkennzeichen: 01VSF26055
  • Laufzeit: 07/2027 – 12/2029
  • Status: laufend

Wesentliche Projektelemente

Projektbeschreibung

Sepsis ist eine lebensbedrohliche Organfunktionsstörung, die aufgrund einer Fehlreaktion des Körpers auf eine Infektion entsteht. An Sepsis versterben weltweit jährlich Millionen von Menschen. In Deutschland wird seit Anfang 2026 die Qualität der Sepsisversorgung in den Krankenhäusern durch ein neues, verpflichtendes Qualitätssicherungsverfahren „Diagnostik und Therapie der Sepsis“ – kurz „QS Sepsis" – überprüft. Sepsisfälle werden für dieses Verfahren auf Basis von Abrechnungsdaten identifiziert. Das Problem ist jedoch, dass Sepsis in den Krankenhäusern oft nicht erkannt, falsch dokumentiert oder nicht korrekt kodiert wird. Dies kann zu falschen Rückschlüssen über die Versorgungsqualität führen.

Um das neue QS Sepsis wissenschaftlich zu begleiten, wird in OPTIMSE-2 eine retrospektive Aktensichtungsstudie in sieben Krankenhäusern unterschiedlicher Versorgungsstufen in ganz Deutschland durchgeführt. Dabei wird untersucht, wie stark Mängel der Dokumentation und Kodierung der Sepsis zu Verzerrungen in der Bewertung von Versorgungsqualität führen. Außerdem wird untersucht, zu welchen Veränderungen die Einführung des QS Sepsis geführt hat. Hierzu werden in jedem der ausgewählten Krankenhäuser insgesamt 1.000 Behandlungsfälle aus den Jahren 2025 und 2027 (vor und nach der Etablierung des QS Sepsis) zufällig ausgewählt. Diese werden dann von erfahrenen Studienärztinnen und -ärzten detailliert auf das Vorliegen einer Sepsis und die Umsetzung der empfohlenen Sepsistherapie überprüft. Die ärztlich geprüften Daten werden dann mit den Daten, die für QS Sepsis dokumentiert wurden, abgeglichen. Dadurch werden die „blinden Flecken“ der Qualitätssicherung transparent gemacht. Zudem wird untersucht, inwiefern international entwickelte Methoden zur Qualitätssicherung auf Basis klinischer Routinedaten geeignet sind, die Qualitätssicherung in Deutschland weiterzuentwickeln.

Das Projekt wird für zweieinhalb Jahre mit insgesamt ca. 870.000 Euro gefördert.

In dem Projekt OPTIMISE-2 werden die Ursachen fehlerhafter Dokumentation und Kodierung von Sepsisfällen identifiziert. Zudem werden innovative, praxisnahe Konzepte zur Weiterentwicklung und besseren Implementierung des QS Sepsis erarbeitet. Dadurch leistet das Projekt einen Beitrag zur verbesserten Erkennung und Behandlung von Sepsis sowie zur Senkung vermeidbarer Todesfälle und Langzeitfolgen.

Projektleitung und Konsortialpartner

Projektleitung

Dr. Daniel Schwarzkopf
Universitätsklinikum Jena
Klinik für Anästesiologie und Intensivmedizin
Forschungsbereich Versorgungsforschung
Bachstraße 18
07743 Jena
+49 3641 9323195
Daniel.Schwarzkopf@med.uni-jena.de

Förderangaben

  • Förderbereich: Versorgungsforschung
  • Förderverfahren: Versorgungsforschung
  • Fördersumme: ca. 878.000 Euro
  • Förderbekanntmachung: 20.06.2025
  • Themenfeld: themenoffen

Projektleitung und Konsortialpartner

Projektleitung

Dr. Daniel Schwarzkopf
Universitätsklinikum Jena
Klinik für Anästesiologie und Intensivmedizin
Forschungsbereich Versorgungsforschung
Bachstraße 18
07743 Jena
+49 3641 9323195
Daniel.Schwarzkopf@med.uni-jena.de

Förderangaben

  • Förderbereich: Versorgungsforschung
  • Förderverfahren: Versorgungsforschung
  • Fördersumme: ca. 878.000 Euro
  • Förderbekanntmachung: 20.06.2025
  • Themenfeld: themenoffen