Versorgungsforschung

EDIUM-REKTUM – EDIUM-REKTUM

Projektdaten

  • Themenschwerpunkte: Erkrankungen des Verdauungssystems, onkologische Erkrankungen
  • Zielgruppe: Erwachsene
  • Versorgungsbereich: sektorenübergreifend
  • Bundesland: Berlin
  • Förderkennzeichen: 01VSF26056
  • Laufzeit: 04/2027 – 03/2030
  • Status: laufend

Wesentliche Projektelemente

Projektbeschreibung

Aufgrund seiner Nähe zum Urogenitalsystem und zu nervalen Strukturen stellt das Rektumkarzinom besondere Herausforderungen an Diagnostik und Therapie. Neben dem onkologischen Behandlungsergebnis ist auch die Erhaltung der Stuhl- und Sexualfunktion für die Lebensqualität der Patientinnen und Patienten von großer Bedeutung. Von hoher klinischer Relevanz ist das Low Anterior Resection Syndrome (LARS), eine Stuhlhalte- und Entleerungsstörung, unter der 30-50 Prozent der Betroffenen über Jahre hinweg leiden. Es fehlt sowohl eine systematische Erfassung von LARS als auch die Nutzung von LARS als Qualitätsindikator in der Routineversorgung.

Das Projekt EDIUM-REKTUM knüpft an das Vorgängerprojekt EDIUM an. Letzteres hat eine bundesweite Infrastruktur für patientenberichtete Endpunkte (PROMs) etabliert und neben den klassischen onkologischen Parametern die Erfassung von Symptomen, Funktionen und Lebensqualität integriert. Mit dem aktuellen Projekt soll diese etablierte Infrastruktur um rektumsspezifische Parameter, wie den LARS-Score und den St. Mark’s (Vaizey) Inkontinenz-Score sowie in der klinischen Dokumentation zur radiologischen Bildgebung und Tumortherapie erweitert werden. Dadurch ist eine systematische Erfassung der Folgen der Rektumkarzinomtherapie möglich, was eine Berücksichtigung beim Qualitätsmonitoring und bei der Bewertung der Versorgungsqualität ermöglicht.

Erwachsene Betroffene mit primärem Rektumkarzinom, für die eine kurative Therapie vorgesehen ist, nehmen an einer webbasierten Erhebung zu drei definierten Zeitpunkten teil: vor Therapiebeginn sowie 12 und 18 Monate nach Therapiebeginn. Daneben werden klinische Parameter dokumentiert und qualitative Daten gesammelt, die mit der PROM-Dokumentation verknüpft werden. So können qualitätsrelevante Unterschiede zwischen den Zentren sichtbar gemacht, Verbesserungsmaßnahmen abgeleitet und Prädiktionsmodelle entwickelt werden.

Das Projekt wird für drei Jahre mit insgesamt ca. 1,1 Millionen Euro gefördert.

Mit dem Projekt wird ein Beitrag zur Umsetzung der S3-Leitlinie „Kolorektales Karzinom“ geleistet, die die Erfassung der Ergebnisqualität und strukturierter Bildgebung in der Behandlung des Rektumkarzinoms hervorhebt, um die Versorgung systematisch zu verbessern.

Projektleitung und Konsortialpartner

Projektleitung

Dr. Christoph Kowalski
Deutsche Krebsgesellschaft e. V.
Kuno-Fischer-Straße 8
14057 Berlin
+49 30 322932947
kowalski@krebsgesellschaft.de

Konsortialpartner

ClarData GmbH, Haus der Krebs-Selbsthilfe – Bundesverband e. V., Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf

Förderangaben

  • Förderbereich: Versorgungsforschung
  • Förderverfahren: Versorgungsforschung
  • Fördersumme: ca. 1,171 Mio. Euro
  • Förderbekanntmachung: 20.06.2025
  • Themenfeld: themenoffen

Projektleitung und Konsortialpartner

Projektleitung

Dr. Christoph Kowalski
Deutsche Krebsgesellschaft e. V.
Kuno-Fischer-Straße 8
14057 Berlin
+49 30 322932947
kowalski@krebsgesellschaft.de

Konsortialpartner

ClarData GmbH, Haus der Krebs-Selbsthilfe – Bundesverband e. V., Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf

Förderangaben

  • Förderbereich: Versorgungsforschung
  • Förderverfahren: Versorgungsforschung
  • Fördersumme: ca. 1,171 Mio. Euro
  • Förderbekanntmachung: 20.06.2025
  • Themenfeld: themenoffen