Versorgungsforschung

DIRECT – S3-Leitlinie standardisierte Ersteinschätzung zur Steuerung in der Notfall–und Akutversorgung am Krankenhausstandort und in integrierten Notfallstrukturen

Projektdaten

  • Themenschwerpunkte: Notfälle, Verletzung und Vergiftungen, Sonstige
  • Zielgruppen: Erwachsene, Kinder und Jugendliche, Leistungserbringer
  • Versorgungsbereich: sektorenübergreifend
  • Bundesland: Berlin
  • Förderkennzeichen: 01VSF26012
  • Laufzeit: 11/2026 – 04/2029
  • Status: laufend

Projektbeschreibung

Notfallsituationen sind unvorhersehbar und können Menschen jeden Alters, Geschlechts und mit jeder Vorerkrankung treffen – von gesunden Erwachsenen nach Verkehrsunfällen bis zu älteren Personen mit akuter Verschlechterung chronischer Leiden. Bei Patientinnen und Patienten, die sich selbstständig in eine Notfalleinrichtung begeben, ist es wichtig, dass sie schnell und zielgerichtet in der für sie am besten geeigneten Versorgungstruktur weiterbetreut werden.

Ziel des Projekts ist daher die Entwicklung einer neuen S3-Leitlinie zur evidenzbasierten und standardisierten Ersteinschätzung von Notfallpatientinnen und -patienten, die sich selbst vorstellen. Die Leitlinie soll das Personal in Notaufnahmen, Integrierten Versorgungszentren und Notfallpraxen insbesondere bei der Entscheidungsfindung unterstützen. Zu diesem Zweck wird zunächst eine Gruppe interdisziplinär zusammengesetzter Expertinnen und Experten klinisch relevante Leitfragen entwickeln und relevante Parameter zur Messung des Erfolgs und der Sicherheit der Steuerung in der Notfall- und Akutversorgung ermitteln. Zudem wird eine systematische Recherche, Auswahl, Bewertung und Aufarbeitung vorhandener Literatur erfolgen. Abschließend werden die einzelnen Empfehlungen in themenspezifischen Arbeitsgruppen erarbeitet und in der Leitliniengruppe diskutiert. Ein besonderes Augenmerk wird hierbei auf die Bedürfnisse und die Sicherheit der Patientinnen und Patienten gelegt. Eine enge Zusammenarbeit mit Patientenvertreterinnen und -vertretern ist daher vorgesehen.

Das Projekt wird für zweieinhalb Jahre mit insgesamt ca. 524.000 Euro gefördert.

Die S3-Leitlinie zur medizinischen Ersteinschätzung kann dazu beitragen, die Notfallversorgung in Deutschland zielgerichteter und gleichzeitig patientenorientierter zu gestalten. Ebenso kann sie durch eine potenzielle Entlastung der Krankenhausnotfallaufnahmen zu einer ressourcenschonenden Inanspruchnahme der Notfallstrukturen beitragen, ohne dass die Versorgungsqualität beeinträchtigt wird.

Projektleitung und Konsortialpartner

Projektleitung

Prof. Dr. Anna Slagman
Charité - Universitätsmedizin Berlin
Notfall- und Akutmedizin
Charitéplatz 1
10117 Berlin
+49 30 450565 659
anna.slagman@charite.de

Förderangaben

  • Förderbereich: Versorgungsforschung
  • Förderverfahren: Medizinische Leitlinien
  • Fördersumme: ca. 524.000 Euro
  • Förderbekanntmachung: 20.06.2025
  • Themenfeld: Entwicklung oder Weiterentwicklung von Leitlinien zur Erstversorgung durch nichtärztliches medizinisches Fachpersonal und strukturierte Abfrage zur Steuerung von Patientinnen und Patienten in der Notfall- und Akutmedizin

Projektleitung und Konsortialpartner

Projektleitung

Prof. Dr. Anna Slagman
Charité - Universitätsmedizin Berlin
Notfall- und Akutmedizin
Charitéplatz 1
10117 Berlin
+49 30 450565 659
anna.slagman@charite.de

Förderangaben

  • Förderbereich: Versorgungsforschung
  • Förderverfahren: Medizinische Leitlinien
  • Fördersumme: ca. 524.000 Euro
  • Förderbekanntmachung: 20.06.2025
  • Themenfeld: Entwicklung oder Weiterentwicklung von Leitlinien zur Erstversorgung durch nichtärztliches medizinisches Fachpersonal und strukturierte Abfrage zur Steuerung von Patientinnen und Patienten in der Notfall- und Akutmedizin