Versorgungsforschung

EKIT – Evidenz- und konsensbasierte Indikationskriterien zur Hüft- und Knieendoprothese

Projektdaten

  • Themenschwerpunkt: Erkrankungen des Muskel-Skelett-Systems
  • Zielgruppen: ältere Menschen, Erwachsene, Leistungserbringer, Menschen mit chronischen Krankheiten, Sonstige
  • Versorgungsbereich: sektorenübergreifend
  • Bundesland: Sachsen
  • Förderkennzeichen: 01VSF26005
  • Laufzeit: 04/2027 – 03/2029
  • Status: laufend

Projektbeschreibung

Arthrose ist eine der häufigsten Ursachen für Einschränkungen und Schmerzen im Alter. Ist die Erkrankung stark fortgeschritten, bleibt oft nur der Einsatz eines künstlichen Gelenks. Hüft- und Knieendoprothesenoperationen gehören bereits heute zu den häufigsten Eingriffen und ihre Zahl wird durch den demografischen Wandel weiter steigen. Die meisten Patientinnen und Patienten profitieren von solchen Eingriffen, allerdings kann jede zehnte Person auch nach der Operation weiterhin Beschwerden haben. Deshalb ist es wichtig, dass im Zuge der Indikationsstellung Nutzen und Risiken gemeinsam mit den Betroffenen abgewogen werden. An diesem Punkt soll die Weiterentwicklung der bestehenden Leitlinien ansetzen.

Bei der Erstellung der Leitlinie folgt das Forschungsteam den Vorgaben der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF). Es werden evidenz- und konsensbasierte Empfehlungen zur Indikationsstellung und zu Kontraindikationskriterien für die Implantation von Hüft- und Knieendoprothesen zusammengeführt und auf das höchste Evidenzniveau (S3) weiterentwickelt. Hierzu erfolgt zunächst eine Zusammenstellung und Bewertung der aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnisse durch Expertinnen und Experten der relevanten Fachgesellschaften. Anschließend werden Empfehlungen formuliert und in einem moderierten Konsensusprozess verabschiedet. Die Projektergebnisse sollen es ermöglichen, dass die Indikationsstellung für eine Hüft- oder Knieendoprothese in einem strukturierten Prozess erfolgt. Dabei werden der Leidensdruck der Betroffenen, bereits erfolgte Vorbehandlungen, klinische Befunde und Begleiterkrankungen sowie optimierbare patientenseitige Faktoren berücksichtigt. Die Entscheidung für oder gegen eine Operation soll letztlich im Rahmen einer partizipativen Entscheidungsfindung getroffen werden.

Das Projekt wird für zwei Jahre mit insgesamt ca. 369.000 € gefördert.

Im Erfolgsfall liegt anschließend eine praxisnahe, interdisziplinäre S3-Leitlinie mit einem einheitlichen Indikationsalgorithmus für Hüft- und Knieendoprothesen vor. Sie unterstützt Ärztinnen und Ärzte sowie Patientinnen und Patienten bei der Entscheidungsfindung, verbessert die Indikationsqualität und liefert messbare Indikatoren für die Qualitätssicherung. Dies trägt langfristig zu einer besseren Versorgung der Betroffenen bei.

Projektleitung und Konsortialpartner

Projektleitung

Prof. Dr. Jörg Lützner
Technische Universität Dresden
Medizinische Fakultät Carl Gustav Carus, UniversitätsCentrum für Orthopädie,  Unfall- und Plastische Chirurgie
Fetscherstraße 74
01307 Dresden
+49 351 458-13628
Joerg.Luetzner@uniklinikum-dresden.de

Förderangaben

  • Förderbereich: Versorgungsforschung
  • Förderverfahren: Medizinische Leitlinien
  • Fördersumme: ca. 369.000 Euro
  • Förderbekanntmachung: 20.06.2025
  • Themenfeld: Entwicklung oder Weiterentwicklung von übergeordneten Leitlinien zu häufigen Beratungsanlässen sowie Zusammenführung von Leitlinien bei einer Aktualisierung oder Weiterentwicklung

Projektleitung und Konsortialpartner

Projektleitung

Prof. Dr. Jörg Lützner
Technische Universität Dresden
Medizinische Fakultät Carl Gustav Carus, UniversitätsCentrum für Orthopädie,  Unfall- und Plastische Chirurgie
Fetscherstraße 74
01307 Dresden
+49 351 458-13628
Joerg.Luetzner@uniklinikum-dresden.de

Förderangaben

  • Förderbereich: Versorgungsforschung
  • Förderverfahren: Medizinische Leitlinien
  • Fördersumme: ca. 369.000 Euro
  • Förderbekanntmachung: 20.06.2025
  • Themenfeld: Entwicklung oder Weiterentwicklung von übergeordneten Leitlinien zu häufigen Beratungsanlässen sowie Zusammenführung von Leitlinien bei einer Aktualisierung oder Weiterentwicklung