Versorgungsforschung

LL-Stimulanzien – S3-Leitlinie Stimulanzien-bezogene Störungen

Projektdaten

  • Themenschwerpunkte: Notfälle, Verletzung und Vergiftungen, psychische Erkrankungen, Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett
  • Zielgruppen: Angehörige, Erwachsene, Früh- und Neugeborene, Kinder und Jugendliche, Leistungserbringer, Menschen mit chronischen Krankheiten, multimorbide Menschen, Schwangere und Wöchnerinnen
  • Versorgungsbereich: sektorenübergreifend
  • Bundesland: Sachsen
  • Förderkennzeichen: 01VSF26006
  • Laufzeit: 01/2027 – 06/2029
  • Status: laufend

Projektbeschreibung

Der Konsum von Stimulanzien (Aufputschmitteln wie Kokain oder Amphetamine) geht mit einem erhöhten Risiko für akute Erkrankungen der inneren Organe sowie des Nervensystems einher. Auch psychische und kognitive Beeinträchtigungen können akute oder chronische Folgen sein. Betroffene benötigen eine einheitliche Versorgung mit hoher Behandlungsqualität auf Basis guter wissenschaftlicher Erkenntnisse. Dies erfordert insbesondere die notwendige Zusammenarbeit verschiedener Sektoren wie Notfallmedizin, Suchthilfe und Psychiatrie.

Ziel des Projekts ist die Erstellung einer Leitlinie zur Vorbeugung, Früherkennung, Diagnose und Behandlung von durch den Konsum von Stimulanzien verursachten Beeinträchtigungen nach höchsten wissenschaftlichen Standards (Stufenklassifikation 3). In die Entwicklung der Leitlinie sollen neben den relevanten Fachgesellschaften auch Patientinnen und Patienten sowie deren Angehörige, vertreten durch Selbsthilfeorganisationen, einbezogen werden.

Die Leitlinie wird nach dem Regelwerk der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF) erstellt. Zunächst werden relevante Themen priorisiert und es werden bestehende Leitlinien, Studien und wissenschaftliche Zusammenfassungen recherchiert. Die gewonnenen Erkenntnisse und Ergebnisse werden zusammengefasst und hinsichtlich ihrer wissenschaftlichen Qualität bewertet. Auf Basis dieser Ergebnisse sowie den Erfahrungswerten des beteiligten Fachpersonals und der Betroffenen werden Handlungsempfehlungen formuliert. Diese werden im Anschluss in einem mehrstufigen Konsensusprozess diskutiert und abgestimmt. Die finalen Empfehlungen werden in die S3-Leitlinie und in eine laienverständliche Patientenhilfe überführt.

Das Projekt wird für zweieinhalb Jahre mit insgesamt ca. 400.000 Euro gefördert.

Im Erfolgsfall führt die neue S3-Leitlinie zu einer einheitlichen und qualitativ hochwertigen Versorgung von Betroffenen. Dadurch lassen sich gesundheitliche und psychosoziale Belastungen vermeiden bzw. verringern und zugleich die Kosten medizinischer und suchttherapeutischer Maßnahmen reduzieren.

Projektleitung und Konsortialpartner

Projektleitung

Dr. Johannes Petzold
Technische Universität Dresden
Medizinische Fakultät, Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie
Fetscherstraße 74
01307 Dresden
+49 351 458-19379
johannes.petzold@ukdd.de

Konsortialpartner

Universitätsklinikum Regensburg

Förderangaben

  • Förderbereich: Versorgungsforschung
  • Förderverfahren: Medizinische Leitlinien
  • Fördersumme: ca. 404.000 Euro
  • Förderbekanntmachung: 20.06.2025
  • Themenfeld: Entwicklung oder Weiterentwicklung von Leitlinien mit besonderem Augenmerk auf die Erstellung von Hilfen, Formaten zur Unterstützung der Disseminierung/Implementierung unter Berücksichtigung der Informationsbedürfnisse verschiedener Adressaten

Projektleitung und Konsortialpartner

Projektleitung

Dr. Johannes Petzold
Technische Universität Dresden
Medizinische Fakultät, Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie
Fetscherstraße 74
01307 Dresden
+49 351 458-19379
johannes.petzold@ukdd.de

Konsortialpartner

Universitätsklinikum Regensburg

Förderangaben

  • Förderbereich: Versorgungsforschung
  • Förderverfahren: Medizinische Leitlinien
  • Fördersumme: ca. 404.000 Euro
  • Förderbekanntmachung: 20.06.2025
  • Themenfeld: Entwicklung oder Weiterentwicklung von Leitlinien mit besonderem Augenmerk auf die Erstellung von Hilfen, Formaten zur Unterstützung der Disseminierung/Implementierung unter Berücksichtigung der Informationsbedürfnisse verschiedener Adressaten