Versorgungsforschung

PAT-PI – Einbeziehung von Patientinnen, Patienten und An- und Zugehörigen in präventive Infektionsmedizin in stationären und ambulanten Einrichtungen

Projektdaten

  • Themenschwerpunkt: Impfungen und Infektionskrankheiten
  • Zielgruppe: Erwachsene
  • Versorgungsbereich: sektorenübergreifend
  • Bundesland: Schleswig-Holstein
  • Förderkennzeichen: 01VSF26007
  • Laufzeit: 12/2026 – 11/2028
  • Status: laufend

Wesentliche Projektelemente

Projektbeschreibung

In Deutschland beläuft sich die Zahl der Infektionen, die Patientinnen und Patienten während stationärer oder ambulanter Aufenthalte in medizinischen Einrichtungen erwerben, auf jährlich rund 600.000 Fälle. Zu den entsprechenden, von Krankheitserregern verursachten, Erkrankungen zählen u. a. Lungenentzündung, Harnwegsinfekte sowie Infektionen von Operationsstellen, der Blutbahn, oder des Magen-Darm-Trakts. Dabei verlaufen diese Infektionen in etwa 15.000 Fällen pro Jahr tödlich. Um die Ausbreitung entsprechender Krankheitserreger wie Viren, Bakterien oder Pilze zu verhindern, sind infektionspräventive Maßnahmen essenziell. Für die Durchführung dieser Maßnahmen sollten sowohl Ärztinnen und Ärzte, das Pflegepersonal, Patientinnen und Patienten sowie deren Angehörige einbezogen werden.

Ziel des Projekts PAT-PI ist daher die Entwicklung einer neuen Leitlinie, in der Informationen zur Infektionsprävention in stationären und ambulanten Einrichtungen zusammengeführt werden.

Die Entwicklung der S3-Leitlinie erfolgt gemäß dem Regelwerk der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF). Zunächst wird eine systematische Literaturrecherche nach vorab definierten Kriterien durchgeführt. Die so zusammengetragenen Ergebnisse bilden die Grundlage für die Arbeit der themenspezifischen Arbeitsgruppen, welche sich aus Expertinnen und Experten der (Krankenhaus-)Hygiene, Infektionsprävention, medizinischen Psychologie, chirurgischen und konservativen Medizin, Pflege, Public Health und Patientensicherheit zusammensetzen. In diesen Arbeitsgruppen werden entsprechende Entwürfe von Empfehlungen und Texten erarbeitet. Diese werden in einem moderierten Prozess konsentiert und anschließend in die Leitlinie und Entscheidungshilfen überführt. Zudem wird eine laienverständliche Version erstellt.

Das Projekt wird für zwei Jahre mit insgesamt ca. 470.000 Euro gefördert.

Im Erfolgsfall wird die Leitlinie dazu beitragen, Patientinnen und Patienten besser vor Infektionen zu schützen und somit die Fälle der Krankenhausinfektionen zu minimieren.

Projektleitung und Konsortialpartner

Projektleitung

Prof. Dr. Iris Freya Chaberny
Christian-Albrechts-Universität zu Kiel
Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, Institut für Krankenhaus- und Umwelthygiene, Campus Kiel
Arnold-Heller-Straße 3
24105 Kiel
+49 431 50016402
irisfreya.chaberny@uksh.de

Konsortialpartner

Georg-August-Universität Göttingen, Medizinische Hochschule Hannover, Universitätsklinikum Würzburg

Förderangaben

  • Förderbereich: Versorgungsforschung
  • Förderverfahren: Medizinische Leitlinien
  • Fördersumme: ca. 473.000 Euro
  • Förderbekanntmachung: 20.06.2025
  • Themenfeld: Entwicklung oder Weiterentwicklung von Leitlinien mit besonderem Augenmerk auf die Erstellung von Hilfen, Formaten zur Unterstützung der Disseminierung/Implementierung unter Berücksichtigung der Informationsbedürfnisse verschiedener Adressaten

Projektleitung und Konsortialpartner

Projektleitung

Prof. Dr. Iris Freya Chaberny
Christian-Albrechts-Universität zu Kiel
Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, Institut für Krankenhaus- und Umwelthygiene, Campus Kiel
Arnold-Heller-Straße 3
24105 Kiel
+49 431 50016402
irisfreya.chaberny@uksh.de

Konsortialpartner

Georg-August-Universität Göttingen, Medizinische Hochschule Hannover, Universitätsklinikum Würzburg

Förderangaben

  • Förderbereich: Versorgungsforschung
  • Förderverfahren: Medizinische Leitlinien
  • Fördersumme: ca. 473.000 Euro
  • Förderbekanntmachung: 20.06.2025
  • Themenfeld: Entwicklung oder Weiterentwicklung von Leitlinien mit besonderem Augenmerk auf die Erstellung von Hilfen, Formaten zur Unterstützung der Disseminierung/Implementierung unter Berücksichtigung der Informationsbedürfnisse verschiedener Adressaten