Datenfluss und Prozessschritte im Projekt InfoTrans
Die Grafik beschreibt den komplexen Datenfluss und die Prozessschritte der Studie InfoTrans.
Allgemeiner Aufbau
Das Diagramm ist in vier farblich voneinander abgehobene Hauptblöcke unterteilt, die verschiedene Akteure darstellen. Pfeile und nummerierte Textblöcke (Schritte 1 bis 26) verdeutlichen den chronologischen Ablauf der Datenübermittlung und Pseudonymisierung.
Die Akteure
- BARMER (Rekrutierung/Einwilligung): Zuständig für die Auswahl der Versicherten und die Verwaltung der Pseudonyme.
- PAV (Versand): Ein externer Dienstleister, der die Unterlagen druckt und versendet.
- BARMER-Versicherte: Die Zielgruppe der Studie.
- DRFZ (Evaluierende Stelle): Verantwortlich für die Auswertung der medizinischen Daten und Fragebögen.
- BARMER (Routinedatensatz): Erstellt die abrechnungsbasierten Datensätze für die Forschung.
Prozessschritte im Detail
- Vorbereitung und Rekrutierung (Schritte 1–8)
- BARMER (Rekrutierung): Wählt eine Stichprobe aus und weist den Versicherten eine Studien-ID (S-ID) zu. Es wird eine Schlüsseltabelle erstellt, die das BARMER-Pseudonym (BP) mit der S-ID verknüpft.
- PAV: Erhält die Kontaktdaten, personalisiert die Fragebögen mit der S-ID und versendet die Rekrutierungsunterlagen an die Versicherten.
- Teilnahme der Versicherten (Schritte 9–11)
- Die Versicherten geben ihre Einwilligung und füllen den Fragebogen aus.
- Getrennter Versand: Die Einwilligungserklärung geht zurück an die BARMER, der ausgefüllte Fragebogen (nur mit S-ID markiert) geht direkt an das DRFZ.
- Datenabgleich und Aufbereitung (Schritte 12–20)
- BARMER (Rekrutierung): Erfasst die eingegangenen Einwilligungen.
- DRFZ: Erfasst die Fragebogendaten und sendet die S-IDs der eingegangenen Bögen an die BARMER zurück, um zu prüfen, für wen eine Einwilligung vorliegt.
- BARMER (Routinedaten): Erstellt basierend auf den vorliegenden Einwilligungen einen Routinedatensatz. Das interne Kennzeichen (BP) wird gelöscht, sodass nur die S-ID zur Identifikation dient. Dieser Datensatz wird in einem sicheren digitalen „Datenraum“ bereitgestellt.
- Zusammenführung und Auswertung (Schritte 21–26)
- DRFZ: Lädt die Routinedaten aus dem Datenraum herunter und verknüpft sie über die S-ID mit den Fragebogendaten.
- Anonymisierung: Am Ende wird die S-ID durch eine fortlaufende Nummer ersetzt (Löschung der S-ID), um eine vollständige Anonymisierung zu erreichen.
- Abschluss: Die anonymisierten Datensätze werden statistisch ausgewertet.
Zusammenfassung des Datenflusses
Die Grafik verdeutlicht ein Trennungsprinzip: Personenbezogene Daten (Name/Adresse) sind strikt von medizinischen Forschungsdaten getrennt. Die Zusammenführung der Daten beim DRFZ erfolgt ausschließlich über Pseudonyme (S-ID) und nur dann, wenn eine schriftliche Einwilligung des Versicherten vorliegt.